Hannover: Ausstellung „Erinnern gibt Zukunft“

Ende 2018 schließen die letzten Zechen in Deutschland. Damit geht eine jahrhundertelange Bergbautradition zu Ende. Bereits 2005 entstand am Niederrhein die Ausstellung „Erinnern gibt Zukunft“. Initiator war der dortige Arbeitskreis Kirche und Bergbau. Im Katalog heißt es einleitend: „Der Strukturwandel am linken Niederrhein war in den vergangenen 15 Jahren häufig mit zum Teil harten Auseinandersetzungen um die Arbeitsplätze in der Montanindustrie gekennzeichnet. In dieser Zeit haben sich auch die Kirchen an der Seite der Bergleute für sozialverträgliche Lösungen eingesetzt und mitgeholfen, dass viele Menschen in unserer Region solidarisch zusammenstehen. Diese Verbundenheit ist uns der nachhaltigen Erinnerung wert, weil wir sie als wegweisend erachten‚ für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit (Sozialwort der Kirchen). Wir wollen dadurch Mut machen, in den vor uns liegenden gesellschaftlichen Fragen die gemeinsame Verantwortung zu stärken.“

Der Strukturwandel bei Kohle und Stahl im Ruhrgebiet wurde seinerzeit beschrieben unter der Überschrift: „Wandel braucht Zeit, Solidarität, Hoffnung“. Mit der Präsentation der Ausstellung in Hannover möchten der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) die Frage aufwerfen, ob diese Leitlinie auch heute für andere Strukturprozesse eine hilfreiche Perspektive eröffnet.

Zugleich erinnert die Ausstellung daran, dass mit der Schließung der Zeche in Ibbenbüren auch eine lange Tradition niedersächsischer Bergbaugeschichte endet.

 

Erinnern gibt Zukunft

ab Montag, 22. Oktober 2018

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Königsworther Platz 6
D-30167 Hannover

Faltblatt zum Download

https://www.kwa-ekd.de/blog/2018/09/ausstellungseroeffnung-erinnern-gibt-zukunft-am-22-oktober/

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