Industriekultur

Magazin für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte

Postkoloniales Westfalen-Lippe – Themenjahr startet am 16. Januar 2024

Was hat die Geschichte einer Kartoffel mit Kolonialismus zu tun? Welche Bilder und welche Assoziationen weckt der Kontinent Afrika in Westfalen-Lippe? Und können Worte die Gesellschaft ändern? Große Fragen, denen die Veranstalter im Themenjahr „POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe“ nach eigenen Angaben mit 22 Kulturprojekten aus der Region nachgehen wollen.

Unter dem Titel „POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe“ richten 22 Kulturprojekte ihre Blicke auf die koloniale Vergangenheit der Region und deren Auswirkungen und Bedeutungen für unsere heutige Gesellschaft.

Ausstellungen in Museen und an besonderen Orten, Performances, Forschungs- und Vermittlungsvorhaben, Veranstaltungsreihen und Medienprojekte greifen verschiedene Aspekte unseres Alltags auf: Stadtbilder, Museumssammlungen, Sprache und Bildsprache, Körperwahrnehmung, Wirtschafts- und Handelssysteme. Überführt in zahlreiche kulturelle Angebote wird sicht- und erlebbar, dass die Kolonialzeit mit ihren Machtstrukturen, Bildern und Handelsbeziehungen maßgeblich die nachfolgenden Gesellschaften weltweit geprägt hat.

Gemeinsam sollen, so fassen die Veranstalter es zusammen, im Jahr 2024 unter dem Titel „POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe“ Bewusstsein für dieses koloniale Erbe geschaffen, Fragen der Erinnerungskultur diskutiert und Ideen für das aktuelle sowie künftige Zusammenleben Raum gegeben werden.

Zwei Ausstellungen im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern und im Freilichtmuseum Hagen sind wichtige Bestandteile des Themenjahres.

Zum Online-Portal des Themenjahres: POWR! 2024 – LWL-Kulturstiftung