Wipperfürth: Sonderausstellung: „Die Häuser der Pulvermacher“ – Wie lebten und repräsentierten die Eigentümer der Pulvermühlen?

In einem gemeinschaftlichen Projekt zeigen der Heimat- und Geschichtsverein Wipperfürth und der Heimatkunde-Arbeitskreis Rönsahl nach eigenen Angaben alte und neue Bilder der Pulverfabrikantenhäuser der Region, die zum größten Teil aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert stammen…

Bei den aktuellen Innenaufnahmen liegt der Schwerpunkt auf dem Eingangsbereich mit dem Treppenhaus, weil hier das Repräsentationsbedürfnis der Unternehmer besonders deutlich zum Ausdruck kommt. Eine vergleichende Betrachtung veranschaulicht, wie die Bauherren einerseits miteinander konkurrierten und sich andererseits auch beeinflussten.

Die Bergische Pulverindustrie war eine heute aus dem kollektiven Geschichtsgedächtnis fast verschwundene, aber bis ins 20. Jahrhundert hinein wichtige Industrie sowohl im Bergischen wie im Märkischen. In der zweihundert Jahre alten „Villa Ohl“ wird sie Ihnen präsentiert. In der Villa lebten Familienangehörige der Pulverfabrikanten Cramer und Buchholz. Diese bestimmten das Wirtschaftsgeschehen der Region, was dieser den Spitznamen „Das Königreich Buchholz“ einbrachte. Sogar Kaiser Wilhelm II. kehrte auf seiner Fahrt durch das Bergische Land am 16. Oktober 1913 hier ein. Das Privatmuseum zeigt die gefährliche Arbeit in den Pulvermühlen und den Glanz und Verfall einer einst bedeutenden Industrie.

Öffnungszeiten und Preise: Jeden Sonntag von 11.30 bis 13.30 Uhr oder nach Vereinbarung (info@hgv-wipp.de) Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro.

Villa Ohl: Sauerlandstraße 7, Wipperfürth-Ohl.

Website Haus der Geschichte

Sonderausstellung

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