Freiberg/Sachen: Internationale Industriedenkmalpflege-Konferenz rückt näher

Die verschiedenen angebotenen Sektionen und Workshops wie auch das endgültige Vortragsprogramm sind inzwischen im Internet abrufbar (www.ticcih2009.de). Zum Kongressprogramm gehören auch zwei ganztägige Exkursionen in das Braunkohle-Rekultivierungsgebiet („IBA SEE“) sowie – organisiert durch den Mitveranstalter Sächsisches Industriemuseum – nach Chemnitz, wo neben dem Museum insbesondere die über 200 Jahre zurückreichende  Vielfalt der Industriearchitektur im Mittelpunkt steht.

Eine bereits ausgebuchte „Vortour“ des Kongresses führt zu Berliner Highlights der Industriekultur; im Anschluß werden Exkursionen durch das Erzgebirge sowie zu Highlights der Industriekultur in Polen und Tschechien angeboten.

Auch für die auf einen Kongress im englischen Ironbridge im Jahre 1973 zurückgehende internationale TICCIH-Organisation („The International Committee for the Conservation of the Industrial Heritage“) stehen wichtige Entscheidungen bevor. Der bisherige Präsident Eusebi Casanelles wird, wie aus Fachkreisen verlautet, bei der anstehenden Neuwahl nicht wieder kandidieren. Ebenso wird die Kooperation mit dem Denkmalpflegedachverband ICOMOS und die Frage der Industrieller Welterbestätten und -regionen diskutiert werden.

Auch über ein stärkeres Engagement der Organisation in nicht-europäischen Regionen, insbesondere in Asien, wird beraten werden; dies sehen führende Vertreter als dringend notwendige Entwicklung, weil dort das Bewußtsein und die öffentliche Unterstützung für die Industriekultur noch wenig entwickelt ist und bedeutende Denkmale durch den Wirtschaftsboom etwa in Indien und China akut bedroht sind.

Anläßlich der Tagung erscheinen „National Reports“ aus 22 Ländern, die einen Querschnitt durch die weltweite Situation und die Aktivitäten in Ländern zwischen Australien und der Ukraine bieten.

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