Waltrop-Henrichenburg: Neues vom Hebewerk

Gleichzeitig steigt rund um das Industriedenkmal am Dortmund-Ems-Kanal am Sonntag, 7. September von 10 bis 18 Uhr, die traditionelle Hebewerksfete mit viel Programm für die ganze Familie. Außer dem Römerschiff (10 bis 17 Uhr) schickt das LWL-Industriemuseum am Sonntag von 10 bis 18 Uhr auch seinen 80 Jahre alten Dampfschlepper "Cerberus", eine historische Barkasse, ein Feuerlöschboot der Dattelner Feuerwehr und das Fahrgastschiff "Henrichenburg" auf Tour.

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Heizen auf der "Cerberus"

Das 16 Meter lange und fast drei Meter breite Holzschiff "Victoria" ist ein originalgetreuer Nachbau aus der Zeit um 100 n. Chr. Bei seiner Tour durch Deutschland macht das Schiff Werbung für das Projekt "IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht", an dem der LWL mit einer Ausstellung in seinem Römermuseum in Haltern beteiligt ist. Weitere informationen hier.

Beim Museumsfest am Sonntag (7.9.) erwartet die Besucher neben dem Römerschiff und den Schiffstouren folgendes Programm:

Auf der Veranstaltungsbühne am Oberwasser sorgt "Käpt’n Knebels Knochen Kombo Krew" mit Musik für gut Laune. Am Unterwasser gibt der MGV-Sangeslust aus Datteln Schlagermedleys und Lieder vom Kanal zum Besten. Auch eine Akkordeonspielerin unterhält die Besucher. Clown Topolino bringt Kleine und Große zum Lachen. Die Museumspädagogik bietet Mal-, Bastel- und Spielaktivitäten, außerdem können Schifferknoten und Tauspleißen geübt werden. In der "elternfreien Zone" der Museumspädagogik erwarten die Kinder spannende Aktionen zum Thema "Wasser" und "Schifffahrt". Auf der Wiese am Oberwasser können Kids mit einer Nostalgie-Eisenbahn sowie einem Nostalgie-Karussell fahren. Auch das Spiel-Mobil der Stadt Waltrop bietet zahlreiche Aktivitäten an.

Zum fünften Mal dabei ist wieder der Kunsthandwerkermarkt. Am Ufer des Unter- und Oberwassers zeigen circa 40 Kunsthandwerker unterschiedlichster Richtungen ihre Fähigkeiten und Produkte. Das Angebot reicht von Keramik über Schmuck und Holzbildhauerarbeiten bis hin zur Töpferei. Mit Infoständen beteiligen sich unter anderem der Verlag "Vonne Ruhr.de", die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die Tallship-Friends und der Briefmarkenverein Waltrop. Mehrere Stände sorgen für das leibliche Wohl.

Auf dem Schleppkahn "Ostara" (Baujahr 1926) zeigen Fotos das Schiffshebewerk und den Kanal als Rastplatz und Brutstelle für heimische Vögel. Führungen weihen die Besucher in das Geheimnis der schwebenden Schiffe ein.

Bis Jahresende nicht zu besichtigen sind dagegen wegen Werftnahme das Motorgüterschiff „Franz-Christian“  und seine Ausstellung.

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Chef vom Dienst in Aktion beim Schornsteinlegen

Das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg ist am Samstag, 6. September, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. An diesem Tag muss der normale Museumseintritt entrichtet werden. Am Sonntag, 7. September, ist von 10 bis 18 Uhr der Eintritt frei, ebenso die Teilnahme an den Führungen und Programmen. Lediglich für die Schiffstouren muss ein Fahrpreis entrichtet werden (s.u.).

Weitere Sonderveranstaltungen

Dienstag, 9. September 2008, 19.30 Uhr:

Lichtbildervortrag „August Klönne – vom Tüftler zum Industriepionier“

Zu einem Vortrag über einen der Pioniere des Ruhrgebietsund des Stahlbaus, den Unternehmer August Klönne, lädt derLandschaftsverband Westfalen-Lippe am 9. September in sein LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg ein.

Der Unnaer Wirtschaftsförderer Horst Delkus referiert über den Tüftlerund Selfmademan August Klönne, der im 19. Jahrhundert einWeltunternehmen aufbaute. Seine Wassertürme und Gasbehälter prägten das Revier über Jahrzehnte, einige sind heute bekannte Industriedenkmäler. Mit Brücken und Bahnhofshallen leistete seine Firma „August Klönne“ einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur. Auch Schiffshebewerke, darunter das berühmte von Niederfinow bei Berlin, hat seine Firma gebaut.

August Klönne starb vor knapp 100 Jahren, am 30. Dezember 1908, anseinem Wohnsitz in Unna. Seine Söhne und Enkel führten das Dortmunder Unternehmen als Familienbetrieb bis in die 1960er Jahre fort. Als „Thyssen Klönne“ wurde es dann in den neunziger Jahren mit dem Niedergang des deutschen Stahlbaus stillgelegt.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Am „Tag des offenen Denkmals“, dem 14. September 2008, werden Führungen zum Schleusenpark und zum neuen Schiffshebewerk aus dem Jahr 1962 angeboten. Start: 11, 12.30, 13.30, 15 und 16.30 Uhr. Kosten: nur Eintritt. Außerdem: Schiffstouren (s.u.).

Der Erhalt des 1962 eingeweihten und 2005 „vorläufig“ stillgelegten „Neuen Hebewerks“ ist nach Angaben des Museums nicht gesichert.

Regelmäßige Angebote

Offene Führungen finden sonn- und feiertags 11 Uhr statt (nur Museumseintritt).

Jeden letzten Freitag im Monat (bei Nachfrage auch an anderen Tagen außer montags) ab 19 Uhr: Abendführung durch das beleuchtete Schiffshebewerk (eine Stunde) und anschließendes Abendessen im Restaurant Papachristos. Kosten: 20 ¤ pro Person. Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen. Anmeldung unter Tel. 02363 9707-0.Touren mit dem Ausflugsschiff "Henrichenburg" vom 16. März 2008 bis 26. Oktober 2008: Dienstag bis Samstag: 11.30, 13.30, 15.30 Uhr, Sonn- und feiertags 12.30 Uhr, 13.30 Uhr, 14.30 Uhr (einstündige Schiffstour), 15.30 Uhr (zweistündige Schiffstour). Kosten pro Tour (Dauer eine knappe Stunde): 6 ¤ Erwachsene; 4 ¤ Kinder; Zweistündige Tour: 10 ¤ Erwachsene, 6 ¤ Kinder. Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen. Nur Museumsbesucher, die den Eintritt gezahlt haben, können an einer Schiffstour teilnehmen. Mehr Informationen hier!

Alle Termine „auf“ Henrichenburg

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