Bochum: Zwei neue Fotoausstellungen im Deutschen Bergbau-Museum

In einem eigenen Anbau, dem „Schwarzen Diamanten“, zeigt das Museum auf 861 qm immer wieder wechselnde Sonderausstellungen. Der Erweiterungsbau erhielt aufgrund seiner ungewöhnlichen Architektur diverse Auszeichnungen (2010 „Guter Bau“ vom Bund Deutscher Architekten (BDA) Kreis Bochum, Hattingen, Witten; 2010 1. Preis Eccola-Award für die Fassade; 2011 „Guter Bau“ vom BDA auf Landesebene, NRW) und wurde 2013 für die große Nike nominiert…

Die Ausstellungen:

Keine Kohle mehr
Sonderausstellung zum Fotoprojekt von Thomas Stelzmann und Wolf R. Ussler

17. April – 30. Juli 2015

Ende 2018 endet eine deutsche Ära: Der subventionierte Steinkohlenbergbau in Deutschland ist dann Geschichte.

Für das Fotoprojekt Keine Kohle mehr haben die beiden Düsseldorfer Fotografen Thomas Stelzmann und Wolf R. Ussler ehemalige Bergleute wieder auf den Boden ihres einstigen Pütts zurückgeholt und dort in Szene gesetzt. Grundlage der Bilder sind die Essenzen der Lebensgeschichten, die die Fotografen zusammengetragen und analysiert haben. Diese Geschichten offenbaren, welche Ereignisse und Begeben- heiten das Leben eines jeden Portraitierten geprägt und diesem Leben oft einen Sinn gegeben haben.

Ussler und Stelzmann arbeiteten oft gegen die Zeit: Manche Fotos entstanden unmittelbar vor oder gar während des Abrisses eines Bergwerks. Buchstäblich in letzter Minute wurden hier zwischen Abrissmaschinen die letzten Bilder eines Arbeitsplatzes gemacht, bei dem einst tausende Menschen in Lohn und Brot standen. Das Fotoprojekt will nicht nur dokumentieren und die Erinnerung an eine nahezu vergangene Industriekultur und den Einfluss auf die Menschen bewahren helfen. Es möchte auch den strukturellen Wandel der einstigen Zechenlandschaft vermitteln.

 

Gesichter des Bergbaus
Kabinettausstellung mit Werken von Jürgen Post

3. Mai – 28. Juni 2015

Die Schließung „seiner Zeche“ hat dem Bergmann Post arg zugesetzt. Auch wenn er heute nicht mehr im Pütt arbeitet, bestimmt der Bergbau weiter sein Leben.

Er fotografiert Szenen aus dem Bergbau und bearbeitet sie mit der Colorkey-Technik. Die Fotos zeigen die Gesichter des Bergbaus und erzählen Geschichten, die das Leben nicht besser hätte schreiben können.

Sie verdeutlichen, was der Bergbau und sein jähes Ende für die Region Ruhr bedeuten und machen ein Stück Zeitgeschichte erlebbar.

 

Weitere Informationen zum Museum hier

 

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