Mülheim an der Ruhr: 100 Jahre Institut für Kohlenforschung

Vor genau 100 Jahren, am 27. Juli 1914, wurde das damalige Kaiser-Wilhelm-, heute Max-Planck-Institut für Kohlenforschung auf dem Kahlenberg in Mülheim eröffnet. Nur durch die Initiative führender Ruhrindustrieller wie Hugo Stinnes und Emil Kirdorf, beide in Mülheim ansässig, war es zur Gründung dieser Forschungseinrichtung gekommen…

M-Ruhr MPI KoFo Eroeffn

Das Hauptgebäude entstand nach Plänen des Mülheimer Stadtbaurats Karl Helbing (nicht zur verwechseln mit dem gleichnamigen leitenden Mitarbeiter der Emschergenossenschaft), der seine betont klassische Architektur in Maßstab und Material dem Mülheimer Villenviertel anpasste. Die Gründungsgeschichte wurde von Manfred Rasch ausführlich erforscht.

Obwohl bereits am Vorabend des Ersten Weltkrieges entstanden, sollte das Institut vor allem im Zweiten Weltkrieg durch seinen Direktor Franz Fischer und das Kohle-Hydrierungsverfahren große Bedeutung erlangen. Von Beginn an war die bessere Verwertung der heimischen Energie- und Chemieressource Steinkohle die zentrale Aufgabe des Instituts gewesen.

Seit 2008 ist das Institut für Kohlenforschung mit Hinweis auf die Entwicklung des Polyethylen durch Karl Ziegler auch „Historische Stätte der Chemie“.

Am 24. August 2014 finden aus Anlaß des Jubiläums ein Festakt sowie ein wissenschaftliches Symposium in der Stadthalle Mülheim statt.

Homepage des MPI Mülheim an der Ruhr

Literatur: Manfred Rasch: Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung 1913-1943, Weinheim 1989, 458 Seiten.

 

 

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