Duisburg: TKS reißt Deutschlands bekanntesten Hochofen ab

Nachdem bereits einige Häuser der Dieselstraße abgerissen wurden (siehe IK 4/10), muss nun auch die imposanteste Landmarke des Stadtteils weichen. Hochofen 4 hatte bis Mai 2008 Roheisen produziert. Seitdem gehörte er zur Kaltreserve des Unternehmens, die aktiviert werden sollte, falls die Konjunktur anzöge. Die wird nun, wegen Konjunkturflaute und Kurzarbeit, nicht mehr benötigt.

In besseren Zeiten sollen der nebenan errichtete hochmoderne Hochofen 8 sowie der runderneuerte Hochofen 9 dank höherer Kapazitäten den Verlust locker ausgleichen. Außerdem verfügt das Unternehmen wenige Kilometer nördlich, im Stadtteil Schwelgern, über weitere Hochöfen. Im Duisburger Süden sind weitere Öfen der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann im Einsatz.

Obwohl in den letzten Jahren bereits Hochöfen in Ruhrort und Rheinhausen verschrottet wurden, bleibt Duisburg auch ohne Hochofen 4 der größte Produktionsstandort für Roheisen in Europa.

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