Industriekultur

Magazin für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte

Esch-sur Alzette/Luxemburg: Ausstellung und Vortragsabende „Die IBA EmscherPark: 10 Jahre Erfahrungen mit der Umwandlung einer Industrieregion“

Zwischen 1989 und 1999 wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park ein umfassendes Umwandlungsprogramm in Deutschlands grösster Industrieregion durchgeführt. Es war der Versuch, eine prägnante, von der Industriegeschichte nachhaltig gezeichnete und verwundete Region zu verändern und ihr eine neue Zukunft zu eröffnen. Zehn Jahre danach wurde unter Federführung der Technischen Universität Dortmund ein Forschungsprojekt gestartet, mit dem Ziel, die Ergebnisse zu dokumentieren und nach Themengebieten zu evaluieren.

Was hat die Internationale Bauausstellung bewirkt? Wer sind die Träger? Welche Ansätze sind auf andere Gegenden übertragbar?

In Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Pro Sud, der Fondation Bassin Minier, der Universität Luxemburg, der Fondation de l’Architecture et de l’Ingénierie sowie der Initiative Sentiers Rouges lädt der Fonds Belval zu zwei Themenabenden mit Experten ein, die das Projekt begleitet haben, sowie anschliessender Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Regionalentwicklung in Luxemburg.

Die Veranstaltung am Dienstag, den 19. Mai 2009 stand unter dem Motto: „Impulswirkung des Modells Emscher Park – regional, national, international“. Er stellte das Forschungsprojekt «IBA revisited» vor und ging den Fragen nach, welche wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Veränderungen die IBA bewirkt hat, welche Folgeprojekte entstanden sind und welche Impulse die Erfahrungen für die Südregion Luxemburgs geben können.

Einführungsreferat: Michael Schwarze-Rodrian, Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, Christa Reicher, Professorin an der Fakultät für Raumplanung, TU Dortmund; weitere Diskussionsteilnehmer: Pierre Gramegna, Direktor der Handelskammer und Präsident der Fondation Bassin Minier, Markus Hesse, Professor für Stadtforschung an der Universität Luxemburg, Regina Gaitsch, Assistentin an der Universität Luxemburg, Fachbereich Sozial- und Erziehungswissenschaften

Eine zweite Veranstaltung findet am Dienstag, den 2. Juni 2009 unter dem Titel „Das montanindustrielle Erbe als Chance der Stadt- und Regionalentwicklung im 21. Jahrhundert“ statt.

Im Mittelpunkt des zweiten Themenabends steht das industriekulturelle Erbe und sein Entwicklungspotential. Diskutiert werden die Erfahrungen im Umgang mit Industriedenkmälern und dem Aufbau eines Netzwerkes sowie aktuelle Projekte zur Nutzung und Aufwertung von ausgedienten technischen Anlagen und Industriebrachen.

Einführungsreferat: Christoph Zöpel, ehemaliger Minister für den Aufbau der IBA und der Industriekultur in Nord-Rhein-Westfalen, Lehrbeauftragter an der Fakultät für Raumplanung der TU Dortmund, Claus Stiens, Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur; weitere Diskussionsteilnehmer: Patrick Sanavia, Direktor des Service national des Sites et Monuments, Lisi Teisen, Architektin, Alain Linster, Fondation de l’Architecture et de l’Ingénierie

Moderation der zwei Themenabende: Christa Reicher, Professorin an der TU Dortmund

Adresse: Pavillon Skip, 10 rue Henri Koch, à Esch-Raemerich

Info: Le Fonds Belval

Die zugehörige Publikation ist in drei Sprachen im Klartext-Verlag, Essen erschienen:

Internationale Bauausstellung Emscher Park. Die Projekte 10 Jahre danach

International Building Exhibition Emscher Park. The projects 10 years later

Exposition internationale d’architecture et d’urbanisme Emscher Park. Les projets, dix ans après

304 Seiten, zahlr. Farbfotos, ¤ 29,95

ISBN 978-3-8375-0055-4 (dt.)

ISBN 978-3-8375-0107-0 (engl.)

ISBN 978-3-8375-0106-3 (frz.)

Empfehlung:

Informationen über die städtebauliche Entwicklung des Hüttenwerksareals in Esch-Belval

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Esch-Belval, April 2009