Dortmund: Kletterhalle „Bergwerk“ auf der Kokerei Hansa eröffnet

Grosse Pläne waren in den frühen 1950er Jahren mit ihr verbunden: Moderne Turbokompressoren sollten die alten Kolbenkompressoren bei der Verdichtung des Kokereigases ablösen. Doch erwiesen sich die neuen Maschinen als zu empfindlich, und so verrichteten die Kolbenkompressoren aus der Vorkriegszeit bis zur Stillegung der Kokerei 1992 ihren Dienst. In ihrer Halle unmittelbar hinter dem Eingangsbereich der Kokerei bilden die „schwarzen Dinosaurier“ heute eine der Hauptattraktionen  des Industriedenkmals Kokerei Hansa.

Von der großen neuen Maschinenhalle, die – nach Plänen des bekannten Industriearchitekten Fritz Schupp – für die Turbokompressoren errichtet werden sollte, wurde 1954/55 nur ein erster Abschnitt fertiggestellt. Die endgültigen Dimensionen lassen sich heute nurmehr erahnen; hohe Fenster erhellen ein Hauptgeschoss, das sich über einem ebenerdigen Sockel erhebt.

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Die Kompressorenhalle im Bau, 1954/55

Nachdem die unbrauchbaren Prototypen der Kompressoren 1975 abgebaut worden waren, diente das Hallenfragment nur noch als Lagerraum.

Nun ist – nach längerer Planungs- und Vorbereitungszeit – die von dem Unternehmer und begeisterten Kletterer Christoph Knieper initiierte Kletterhalle in Betrieb gegangen, die in nächster Zeit durch Wellness- und Gastronomieangebote erweitert werden soll.

Infos unter www.kletterhalle-bergwerk.de

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die das Industriedenkmal Kokerei Hansa verwaltet,  kann in diesem Frühjahr den neu gestalteten Infopunkt im ehemaligen Verwaltungs-und Kauengebäude vorstellen. Durch Rückbau der späteren Pförtnerloge konnte das Erscheinungsbild der ursprünglichen Markenkontrolle zurückgewonnen werden.

Der Ankerpunkt der Route Industriekultur und zentrale Sitz der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur kann sich damit den Besuchern mit verbesserter  Infrastruktur präsentieren.

Informationen über die Stiftung und die Aktivitäten auf der Kokerei Hansa unter http://www.industriedenkmal-stiftung.de 

(Fotos: Stiftung Industriedenkmalpflege: Archiv; Klaus-Peter Schneider, 2007)    

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