Landau/Pfalz: “Dem Stifter ein Denkmal” – Jubiläum der Festhalle Anlass für Jugendstil-Symposium

Die Jugendstil-Festhalle in Landau/Pfalz wurde 1905-1907 nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Hermann Goerke errichtet und seit den 1980er Jahren schrittweise saniert; sie gilt als ein Hauptwerk des Jugendstil in Südwestdeutschland.

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Der Bau war durch eine – damals anonyme – Spende des Ziegeleibesitzers August Ludovici aus Jockgrim ermöglicht worden. Nach zahlreichen Umbauten bot das Innere einen „desolaten“ Zustand, der Ende der 1990er Jahre „eine an den Vorgaben des Bestandes angelehnte, aber neu interpretierte Gestaltung des gesamten Innenlebens“ nötig machte. Aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Festhalle in Landau veranstalten die Universität Koblenz-Landau und die FU Berlin vom 3. bis 5. April 2008 ein Symposium, auf dem ein Überblick über die Entwicklung der Jugendstil-Kunst in Südwestdeutschland geboten wird.

Tagungsankündigung der Uni Koblenz-Landau

detailliertes Programm hier 

erholungshaus450.jpgBayer-Erholungshaus, Leverkusen (Foto 2008) 

Im Jahre 2008 feiert auch das sogenannte „Erholungshaus“ in Leverkusen-Wiesdorf sein 100jähriges Bestehen. Im Unterschied zum – den „Beamten“ des Unternehmens vorbehaltenen – „Kasino“ gegenüber der Alten Bayer-Hauptverwaltung sollte das Erholungshaus den kulturellen Mittelpunkt der durch Werkskolonien wachsenden und 1930 als solche ins Leben gerufenen Stadt „Leverkusen“ bilden. Nach mehreren Umbauten sind heute vor allem die repräsentativen Fassaden des Foyerbaus erhalten. Mit dem Erholungshaus feiert auch die Bayer-Kulturabteilung, die bis heute wesentlich verantwortlich für das Programm ist, eine Jubiläumssaison.

Info hier

Chronik 

Erholungalt450.jpgDas Bayer-Erholungshaus in seiner urspünglichen Form

Erst zu Beginn des Ersten Weltkrieges entstand in Velbert-Langenberg bei Düsseldorf, einer ehemals selbständigen bergischen Kleinstadt, das aufwendige Bürgerhaus als Stiftung des Textilfabrikanten Adalbert Colsmann und seiner Ehefrau.

Bürgerhaus Langenberg

Der Bau enthielt bisher unter anderem Teile einer ebenfalls von einem Langenberger Fabrikanten gestifteten Gemäldesammlung, einen Veranstaltungssaal mit „Jugendstil-Orgel“ und eine kleine Ausstellung zur Langenberger Textilgeschichte. Das 1913-16 nach Plänen von Arno E. Fritsche (1858-1939) errichtete Gebäude wird seit Mitte 2006 saniert und soll nach Angaben der Stadt im Jahre 2009 wiedereröffnet werden.

WAZ-Artikel vom 31. 12. 2007

Homepage des Bürgerhauses

langenberg450.jpgBürgerhaus in Velbert-Langenberg

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