Hamburg / Mannheim: Zwei Ausstellungen mit Hafenfotografien

­Hamburg Das Speicherstadtmuseum zeigt noch bis zum 31. Juli Fotos aus der traditionsreichen Hamburger Speicherstadt und dem alten Freihafen von Triest. Die Adriastadt verfügt ebenfalls über ein Freihafengebiet mit einem großen Lagerhauskomplex, der zeitgleich mit der Speicherstadt im späten 19. Jahrhundert entstand, als Triest noch der Haupthafen der Habsburgermonarchie war (Österreich – Ungarn). Giorgio Masnikosa ist es gelungen, den morbiden Reiz dieses beeindruckenden Ensembles einzufangen, das bereits seit über zwei Jahrzehnten leer steht und allmählich verfällt. Das ist umso bedauerlicher, als die Anlagen in Triest noch umfassend erhalten sind – einschließlich der ursprünglichen Dampfkessel und der Maschinen für die Hydraulik, die in den 1880er Jahren in Prag hergestellt wurden. Giorgio Masnikosa (48) lebt und arbeitet seit 1985 als Designer und Fotograf in Stockholm. Seine große Leidenschaft ist der Radsport, dem er einen Fotoband gewidmet hat. Weitere Bände mit Aufnahmen von Gotland und Triest, seiner Geburtsstadt, sind in seinem eigenen Masnikosa Verlag erschienen.

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Thomas Hampel (55) lebt und arbeitet in Hamburg. Er ist Inhaber der Agentur Elbe & Flut für Fotografie und Gestaltung und Herausgeber der Zeitschrift „Quartier“. Seine Impressionen aus der Speicherstadt und dem Hafen sind vielen Liebhabern des maritimen Hamburg aufgrund seiner Veröffentlichungen in der eigenen Edition Elbe & Flut bekannt, die im Junius Verlag Hamburg erscheint.

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Mannheim

Die ­Rhein-Neckar Industriekultur RNIK lädt ein zur Eröffnung der Ausstellung „Hafenlichter“ im Mannheimer Markthaus am 15. Juli 2011. Tausende Besucher haben die grandiose Inszenierung des Industriehafens in der „Langen Nacht der Museen“ erlebt und waren hingerissen von der einmaligen Stimmung. Zum ersten Mal und nur für eine Nacht strahlten dort die Lichter. Mühlen, Silos, Kaianlagen und Industriegebäude leuchteten von Innen, waren zusätzlich künstlerisch in Szene gesetzt und spiegelten sich im schwarzen Wasser… Mit der Ausstellung „Hafenlichter“ wird der Verein „Rhein-Neckar-Industriekultur“ den Genuss jetzt verlängern. Die Fotokünstlerin Elsa Hennseler-Etté hat brilliante Aufnahmen gemacht. Sowohl in der Blauen Stunde wie auch nachts hat sie die bezaubernde Atmosphäre eingefangen. Wer die Inszenierung des Industriehafens in der „Langen Nacht der Museen“ im April live erlebt hat, weiß wie überwältigend dieser Anblick war. Wer selbst versucht hat zu fotografieren, merkte, wie schwierig das war. Die Fotokünstlerin Elsa Hennseler-Etté hat brillante Aufnahmen von den beleuchteten und sich spiegelnden Mühlen, Kaianlagen und Industriegebäuden gemacht. Zur Eröffnung sprechen Helen Heberer (MdL) und Veit Lennartz. Bei der RNIK weiss man, dass viele Fotobegeisterte unter den Freunden der Industriekultur sind. Gerne könnten diese bei der Ausstellung mitmachen und noch im Laufe der Ausstellung die Abzüge ins Markthaus nachreichen oder als Datei an den Verein schicken: info@Rhein-Neckar-Industriekultur.de. Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 15. Juli 2011 um 18 Uhr im Markthaus in Mannheim, Floßwörthstraße 3-9. Sie ist bis 30. September Montags bis Freitags von 10.30 bis 19 Uhr und Samstags von 9.30 bis 16 Uhr zu sehen.

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