­Oberhausen: Zinkfabrik Altenberg soll städtebaulich aufgewertet werden

„Die Vision 2020 formuliert Leitlinien einer umfassenden Qualifizierung und Modernisierung der sechs Schauplätze im Rheinland. Sie setzt auf Synergien in der Zusammenarbeit der sechs Standorte des Verbundmuseums und auf ein schrittweises Vorgehen über ein knappes Jahrzehnt”, so Dr. Walter Hauser, Direktor des LVR-Industriemuseums. „Der Schauplatz Oberhausen wird mit den städtebaulich besonders markanten Standorten Zinkfabrik Altenberg und Peter-Behrens-Bau einen Schwerpunkt der Entwicklungsmaßnahmen bilden. Der Standort Altenberg soll zu einem Eckpfeiler des „Kulturdreiecks” im Herzen Oberhausens werden – zwischen Saporoshje-Platz, Theater-Platz und Hauptbahnhof/Altenberg. Der Innenhof wird in der Neukonzeption eine zentrale Rolle spielen und eine städtebauliche Aufwertung erfahren”, beschreibt Hauser die Planungen.

Diese sehen vor, den Innenhof autofrei zu machen und Parkplätze sowie Zufahrten für Anlieferungen an die Peripherie zu verlegen. Der Museumseingang werde stattdessen ganz zentral im Innenhof des Altenberg-Geländes platziert. Das Museum und die anderen Veranstalter auf Altenberg würden damit künftig räumlich stärker miteinander verbunden.

Die Innenräume des Museums sollen sich ebenfalls verändern. Die Dauerausstellung soll mit Blick auf den Strukturwandel der Industrie in den letzten Jahrzehnten inhaltlich grundlegend überarbeitet werden. Außerdem soll der Umbau eine störungsfreie parallele Nutzung für die unterschiedlichen Bereiche Dauerausstellung, Sonderausstellung und Veranstaltungen ermöglichen.

Der Peter-Behrens-Bau soll für die Öffentlichkeit besser zugänglich gemacht werden. Das Konzept setzt hier auf eine stärkere Anbindung an die Neue Mitte durch den Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Alte-Walz-Straße. Das bereits für die Kulturhauptstadt ertüchtigte Erdgeschoss des Peter-Behrens-Baus soll als Schaudepot eingerichtet werden.

In einem ersten Schritt hat das LVR-Industriemuseum seine Ideen zur Neukonzeption, insbesondere des Standorts Altenberg, vorgestellt und die Diskussion mit Vertretern der Stadt Oberhausen und den Soziokulturellen Vereinen Altenberg e.V. (SOVAT e.V.) gestartet. Diese Ideen werden nun in enger Zusammenarbeit mit den Partnern in der Stadt Oberhausen weiterentwickelt. Ab 2013 sollen die Planungen konkretisiert werden. Die Vorstudie Altenberg wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Funke & Popal aus Oberhausen erarbeitet.

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