Düsseldorf – Meilenwerk im Lokschuppen

Meilenwerk heißt das Konzept, das sich als Zentrum für klassische Automobile »und mehr« versteht und in einem ehemaligen Straßenbahndepot in Berlin-Moabit (siehe ik 2/2003) erstmals umgesetzt wurde. Die Düsseldorfer Bezirksvertretung 3 hätte dem entsprechenden Vorbescheid zugestimmt. Geplant
sind Ausstellungs- und Verkaufsflächen sowie Unterstellboxen für Oldtimer, spezielle Kfz-Werkstätten, Läden für Oldtimer-Fans, Gastronomie und eine Veranstaltungsfläche, die auch den ortsansässigen Bürger- und Traditionsvereinen angeboten werden wird.

Möglicherweise werde das Projekt trotz der teuren Vorarbeiten aber nun platzen, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Berliner Projektentwickler des Meilenwerk, Martin Halder. Ursache dafür seien die von der Bundesregierung geplanten Steuerbeschlüsse, in deren Rahmen auch Mißstände der Abschreibungsbranche beseitigt werden sollen. Sie würden damit auch die Denkmalabschreibung (nach § 7i EstG) für Investitionen aushebeln, wenn zusätzliches Kapital von privaten Geldgebern beschafft und dafür ein sogenannter Prospekt eingesetzt wird. Damit würde ein wirkungsvolles Instrument für die Wiederbelebung denkmalgeschützter Großobjekte beseitigt, hieß es. Ohne diesen Steuervorteil, so Halder, rechne sich das Projekt nicht. Im Ausland dagegen seien weitere Meilenwerke, genannt wurden Wien, Zürich und London, geplant. S.B.

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