Archiv der Kategorie: Gefährdet & Gerettet

Harsefeld/Niedersachsen: Landkino der 1920er Jahre wird saniert

Besonders negativ wirken sich die aktuellen Corona-Einschränkungen auch auf die Kinolandschaft aus. Vor allem kleine Programm- und Provinzkinos, oft zugleich historische Orte mit eigener Geschichte und immenser lokaler Bedeutung, haben es schwer. Manche haben aber auch die Gelegenheit genutzt, größere Sanierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Dazu gehört das 1928 eröffnete Kino im niedersächsischen Harsefeld westlich von Hamburg. Die – ebenfalls bereits historische – Ausstattung aus den 1950er Jahren mit beleuchteten Tischen und Gruppen samtbezogener Klappsessel, wurde dem Freilichtmuseum am Kiekeberg übergeben, wie dieses mitteilte. Das Kino selbst soll wieder ganz im Stile der 1920er Jahre ausgestattet werden… Weiterlesen

Berlin: Flughafen Tegel wird zur „Urban Tech Republic“

Am 8. November 2020 startete der letzte Flug vom Flughafen Berlin-Tegel. 46 Jahre lang war er in Betrieb und bewältigte den Wandel vom Tor nach West-Berlin zum Hauptstadtflughafen des wiedervereinigten Deutschlands. Ursprünglich für 2,5 Millionen Passagiere jährlich ausgelegt, wurden hier schließlich über 24 Millionen Menschen im Jahr befördert. Seit 2019 ist der Flughafen unter Denkmalschutz gestellt. Seine Bauten werden nach der Schließung als Teil der geplanten „Urban Tech Republic“ weitergenutzt… Weiterlesen

Bonn/Köln: LVR startet Kooperationsprojekt: Kulturelles Erbe im Rheinischen Braunkohlerevier sichtbar machen

Seit über hundert Jahren ist das rheinische Revier und seine Landschaft, die Arbeitswelten und Siedlungsstrukturen vom Braunkohletagebau geprägt. Mit den politischen Entscheidungen zum Ausstieg aus den fossilen Energieträgern, so der Landschaftsverband Rheinland (LVR), gerät diese Region in den Fokus eines neuen Strukturwandels. Dieser betrifft die Menschen der Region ebenfalls existenziell in ihren aktuellen Lebenszusammenhängen und Zukunftsplanungen. Neben Strukturprogrammen, Gesetzen und Wirtschaftsförderungsstrategien sind hier insbesondere kluge Konzepte zur Vermittlung und Reflexion des reichen kulturellen Erbes der Region von grundlegender Bedeutung. Denn der Rohstoff Braunkohle war und ist Motor von vielfältigen Veränderungsprozessen, die sowohl mit Verlust und Zerstörung als auch mit Innovationen und kulturellem Zuwachs einhergehen. Ob die Geschichte der Industriekultur im 19. und 20. Jahrhundert, mittelalterliche Stadtgründungen in der fruchtbaren Bördelandschaft, römische Spuren oder Zeugnisse der Vor- und Frühgeschichte – all diese Phasen der Menschheitsgeschichte verdichten sich im rheinischen Braunkohlerevier… Weiterlesen

Zweiter „Lockdown“ der Museen im November erzeugt Enttäuschung und Widerspruch

Als „symbolischen Akt“ bezeichnet ein von zahlreichen Leiter*inne*n von Kunstmuseen insbesondere in NRW unterzeichneter offener Brief die kurzfristige und ausnahmslose Schließung der Museen im Rahmen der neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland. Man habe bereits auf alle risikoreichen Veranstaltungen und Angebote verzichtet, der Besuch der Museen generell stelle allerdings eine der sichersten Aktivitäten dar. Angesichts der vielen Einschränkungen und Corona-bedingten Ausgaben und Maßnahmen sei man enttäuscht, so pauschal behandelt zu werden. Der Kulturbereich leide bereits jetzt überproportional unter den Einschränkungen und werde bleibende Schäden erleiden, die einen massiven gesellschaftlichen Verlust bedeuteten…

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Duisburg/Essen: Vom drohenden Ende der Stahlindustrie im Ruhrgebiet

Während vor dem Sitz der NRW-Landesregierung in Düsseldorf Tausende von Stahlarbeitern für staatliche Unterstützung ihrer Branche kämpfen, zeigt die ARD unter dem Titel „Thyssen Krupp – Ende Legende“ einen Dokumentarfilm zum Thema. Dazu heisst es in der Ankündigung: „Der Niedergang des einstigen Vorzeigekonzerns liegt nicht nur im Auf und Ab der Konjunktur. Die Geschichte von Thyssen-Krupp ist auch eine Geschichte von Größenwahn, internen Machtkämpfen, Korruption und Missmanagement.“
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