Archiv für den Tag: 6. Juli 2011

Dortmund: Tagung „Industriekultur 2020 – Positionen und Visionen für Nordrhein-Westfalen“ am 11./12. November 2011 im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Mit erheblicher Unterstützung der Landesregierung entstand eine weltweit einmalige industriekulturelle Landschaft von Museen, von Erinnerungsstätten der Industriearbeit, Symbolen des Strukturwandels und Spielstätten für die Kultur der Gegenwart. Sie agieren in unterschiedlicher Trägerschaft und in regionalen, überregionalen und internationalen Netzwerken, in denen kommunale Verbände wie der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR), Stiftungen und engagierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort die industriekulturellen ­Zeugnisse der regionalen Geschichte und Identität bewahren und weiter entwickeln. Vor diesem Hintergrund führen die Akteure der Industriekultur in Nordrhein-Westfalen am 11. und 12.11.2011 nach eigenen Angaben gemeinsam die Tagung „Industriekultur 2020. Positionen und Visionen für Nordrhein-Westfalen“ durch. Zwei Tage lang diskutieren Vertreter der Industriekultur mit Vertretern aus den Bereichen Politik, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Touristik über Gegenwart und Zukunft der Industriekultur. Industriekultur im Kontext Vier Leitfragen stehen am 11. November 2011 im Mittelpunkt: Welche Rolle kommt der Industriekultur in Zukunft zu, über ihre Bedeutung für die Identitäten von Teilregionen wie dem Ruhrgebiet hinaus, als ein Alleinstellungsmerkmal eines Kernlandes der Industrie? Welche Funktion kann die Industriekultur im Spannungsfeld ökonomischer Interessen und kultureller Belange für die Entwicklung der Kommunen und einzelner Regionen im Prozess des Strukturwandels einnehmen? Wie kann die Vielfalt dieser industriekulturellen Landschaft in ihrer ganzen Bandbreite vom Weltkulturerbe bis zum bürgerschaftlichen Netzwerk nachhaltig gesichert und konsolidiert werden? Wo verortet sich Industriekultur im Konzert der kulturellen Angebote, im Spannungsfeld von Event- und Erinnerungskultur, wo liegen dabei Zukunft und Rolle der klassischen Industriemuseen? Diese Fragen werden aus je zwei komplementären Positionen heraus beleuchtet. Industriekultur im Dialog In den Sektionen am 12. November 2011 öffnet sich die Industriekultur dem interdisziplinären Dialog mit Denkmalpflege und Kunst, Wissenschaft und Schule, um ihre Zukunftspotentiale auszuloten. Architektur und Technik der Industriekultur werden immer faszinieren. Das Thema „Arbeit“ bleibt auch dann aktuell, wenn – im Westen – die Industriearbeit abnimmt; es wird komplexer und globaler. Nun gilt es, den Schritt von der Bewahrung der industriellen Erinnerungskultur zur Teilnahme an der Gestaltung der postindustriellen Gegenwart und Zukunft in Angriff zu nehmen. Die Sektionen beschäftigen sich mit dem Industriedenkmal als Ressource und Potential, mit den Industriemuseen als Lern- und Bildungsorten in einer durch kulturelle Vielfalt geprägten postindustriellen Gesellschaft, schließlich mit den für die Industriekultur charakteristischen regionalen und internationalen Netzwerken, mit der Frage nach nachhaltigen Trägerstrukturen. Leitfragen nach kritischer Bilanz und anschlussfähiger Weiterentwicklung bilden den roten Faden. „Industriekultur 2020“ richtet sich an die kulturpolitischen Akteure in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus, an Vertreter und Vertreterinnen aus der Politik, der Museumsszene, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, an Denkmalpfleger, Städtebauer und Touristiker, Fachwissenschaftler und Studierende sowie an interessierte Laien, Angehörige industriekultureller Initiativen und Geschichtsvereine. Ein zentrales Ergebnis der Tagung wird die Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung über die künftige Entwicklung der Industriekultur in NRW. Programm, Anmeldung und weitere Informationen im Netz hier

Website: www.industriekultur2020.de

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