Archiv für den Tag: 31. Juli 2010

Leverkusen/Engelskirchen/Lindlar: Nacht der Schmiedefeuer – Verschiedene Schmiedetechniken in drei bergischen Museen

Diese besondere Atmosphäre kann man nach Angaben der Veranstalter bei der "Nacht der Schmiedefeuer" am Freitag, 6. August erleben. Von 19 bis 22 Uhr brennen gleich in drei bergischen Museen die Schmiedefeuer: im LVR-Freilichtmuseum Lindlar, im Industriemuseum Freudenthaler ­Sensenhammer in Leverkusen-Schlebusch und im Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums, Schauplatz Engelskirchen. Im LVR-Freilichtmuseum Lindlar kann man dem Schmied bei seiner schweißtreibenden Arbeit in der original eingerichteten Dorfschmiede zusehen. Früher wurden dort Huf- und Klaueneisen sowie Pflugscharen, Beschläge und Nägel hergestellt. Mit Feuer und Eisen wird auch auf dem Schmiedevorplatz hantiert: An einer mobilen Feldesse wird Nützliches für Haus- und Hof gefertigt. Darüber hinaus zeigt der Hufschmied sein Können und beschlägt die mächtigen Hufe der museumseigenen Kaltblüter. Am Stand des Fördervereins des Museums können sich die Gäste bei einem Imbiss mit Getränken stärken. Weitere Infos: www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de Im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer erleben die Besucherinnen und Besucher die hohe Kunst des Freiformschmiedens. Bei den Vorführungen an den historischen Arbeitsplätzen in der ehemaligen Sensenfabrik H. P. Kuhlmann Söhne wird die Herstellung von Sensen und Sicheln gezeigt. Die Reck- und Breithämmer lassen den Boden in der Schmiedehalle erzittern. Zusätzlich finden an weiteren Arbeitsplätzen in der Schmiedehalle und der Poliererei Demonstrationen aus dem Bereich der Kaltarbeiten statt: "Dengeln", "Tupfen", "Schleifen", "Polieren". Die Gäste können eigene Sensen oder Sicheln mitbringen und gegen eine Spende aufarbeiten lassen. Auch hier steht ein Imbiss- und Getränkeverkauf bereit. Weitere Infos: www.sensenhammer.de Im historischen Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums Engelskirchen lebt eine fast vergessene Handwerkskunst wieder auf: Unter dem schweren, wasserbetriebenen Hammer wird ein Stahl von ganz besonderer Qualität geschmiedet. Er wurde einst in bergischen Betrieben zu Messern, Sensen und anderen hochwertigen Werkzeugen weiter verarbeitet. Faszinierend ist es, dem Schmied bei seiner schweren Arbeit an Esse und Hammer über die Schulter zu schauen. Darüber hinaus informiert die kleine Präsentation "Heißes Eisen" über das einst in der ganzen Region verbreitete Eisen- und Stahlgewerbe. Auch für das leibliche Wohl ist während der Veranstaltung gesorgt. Weitere Infos: www.industriemuseum.lvr.de/schauplaetze/engelskirchen Bustour zu den Schmiede-Orten Eine Bustour verbindet an diesem Abend die drei Museen. So haben die Gäste die Gelegenheit, drei Schmiedeschauplätze mit jeweils unterschiedlichen technischen Schwerpunkten kennen zu lernen. Start ist am Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer. Anmeldung ist erforderlich: Zeit: 17 bis ca. 22.30 Uhr Preis:18 Euro, ermäßigt 16 Euro (inkl. aller Museumseintritte) Leitung: Wilhelm Matthies, Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer Anmeldung: Ankerpunkt Historisches Zentrum Wuppertal, 0202/5634375 bergnetz@stadt.wuppertal.de­ Bildlegende: Zur Nacht der Schmiedefeuer laden drei bergische Museen am 6. August ein – darunter das LVR-Freilichtmuseum Lindlar und das LVR-Industriemuseum Lindlar am Oelchenshammer ein (Foto: Ludger Ströter / LVR)

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