Herdecke/Münster: Entscheidung über Zukunft des Koepchenwerks erwartet

bereitgestellt von Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk e.V.

Das Koepchenwerk am Hengsteysee in Herdecke zählt mit seinen weithin sichtbaren „RWE“-Buchstaben zu den Landmarken Westfalens. Politik, Bürger und der Schauspieler Jörg Hartmann (Dortmund-Tatort) kämpfen nach Medienberichten für den Erhalt des Denkmals, das 1930 als eines der ersten Pumpspeicherkraftwerke Europas in Betrieb ging…

Seit 1986 steht das Koepchenwerk unter Denkmalschutz, doch der Eigentümer RWE wolle die Anlagen abreißen und hat hierfür eine Genehmigung beantragt, heisst es dazu weiter. Fehlende Nutzungsmöglichkeiten nenne der Konzern als Grund. So sei die Einrichtung eines Museums im Werk durch Probleme mit der Zuwegung nicht möglich.

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Koepchenwerk wirft RWE hingegen vor, das Denkmal seit Jahren verfallen zu lassen und Investitionen zu scheuen. Mit öffentlichen Aktionen will der Verein auf den Wert des Bauwerks aufmerksam machen. „Das Koepchenwerk ist praktisch die Urzelle der heute weit verbreiteten Pumpspeicherkraftwerke. In einer Art Energiemuseum könnte die Industriegeschichte dort veranschaulicht werden“, schildert die AG-Vorsitzende Regina Schrader die Pläne des Vereins.

Unterstützung erhält die Großnichte des Kraftwerkplaners Arthur Koepchen von Jörg Hartmann, der in Herdecke aufgewachsen ist. „Hier am Hengsteysee ist ja noch vieles intakt. Und aus meiner Erfahrung in Ostdeutschland kann ich sagen, dass aus verfallenen Bauwerken echte Perlen entstanden sind“, sagt er im Interview mit der Funke-Mediengruppe.

Eine Entscheidung der Denkmalbehörde über Abriss oder Erhalt des Koepchenwerks wird in den nächsten Wochen erwartet. Mit einem Infostand am Hengsteysee will die AG am kommenden Wochenende auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Auch am Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 sind Aktionen rund um das Bauwerk geplant.

Zur Website der AG Koepchenwerk

 

Dortmund: Wiedereröffnung der Maschinenhalle Zollern nach Sanierung

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Anfang September 2016 ist es soweit: Die „Kathedrale der Industriekultur“ und Schlüsselbau der Industriedenkmalpflege im Ruhrgebiet wird nach Jahren der Restaurierung wieder dauerhaft für Besucher und Veranstaltungen geöffnet. Im Jahre 1969 wurde sie durch eine Initiative bekannter Historiker und Künstler gerettet und bekannt gemacht…

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Düsseldorf/Köln: Deutschlands grösstes Bindestrich-Land wird 70

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Das Ruhrgebiet ist schuld, dass Rheinländer und Westfalen seit nunmehr 70 Jahren in einem gemeinsamen Bundesland zusammenleben müssen. Oder waren es die Briten? Der WDR erinnert an die frühe Nachkriegszeit…

Deutschland 1945: Das Land liegt in Trümmern – die Besatzer befassen sich mit der Neuordnung Westdeutschlands. Im Fokus: das Rheinland, Westfalen, das Ruhrgebiet – hier stoßen unterschiedliche Interessen aufeinander. Briten, Franzosen, Sowjets – sie alle hatten eigene Vorstellungen, wie es an Rhein und Ruhr weitergehen sollte. Schließlich entwickelten die Briten einen geheimen Plan: Die „Operation Marriage“ sorgte dafür, dass das „Bindestrichland“ Nordrhein-Westfalen entstand.

Am Samstag, 13. August 2016, zeichnet die WDR Dokumentation „Operation Hochzeit – Wie die Briten NRW erfunden haben“ die Entstehung des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes nach.

Wie erfindet man ein Bundesland, und welche Ziele hatten die Besatzer dabei? Studenten der Uni Düsseldorf wollten es genau wissen. Sie gingen auf Spurensuche, zurück ins Jahr 1946, durchforsteten Archive, sichteten Fotos aus der Zeit.

Die Briten waren die neuen Herren über die Region, die wir heute selbstverständlich NRW nennen – und zunächst einmal hoch erfreut: Das Ruhrgebiet, das industrielle Herz Deutschlands, lag mitten drin. Doch sie fanden eine Trümmerwüste mit hungernden Menschen vor – und statt wie erhofft daraus Reparationen für die erlittenen Kriegsschäden holen zu können, mussten sie reinbuttern. Doch sie verstehen es, die „Operation Hochzeit“ zur Erfolgsgeschichte zu machen. Es hätte aber auch ganz anders kommen können…

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„Operation Hochzeit“ – Wie die Briten NRW erfunden haben | 13.08.2016, 16.00 – 16.45 Uhr | WDR Fernsehen

Wuppertal: Villa Waldfrieden – ungewöhnliche Unternehmervilla durch Bildhauer gerettet

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Die Villa Waldfrieden wurde in den 1950er Jahren nach anthroposophischen Grundsätzen von dem Lackfabrikanten Kurt Herberts errichtet. Vor zehn Jahren rettete der in Düsseldorf lehrende, international renommierte Bildhauer Tony Cragg das Anwesen und betreibt dort seither mit Hilfe der Cragg Foundation einen Skulpturenpark

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