Archiv für den Monat: Juni 2010

Meissen: Älteste Porzellanmanufaktur Europas wird 300 Jahre alt

In Meissen wird das Jubiläum im Museum der Staatlichen Porzellanmanufaktur unter anderem durch eine Ausstellung sowie die „Wochenenden der Nationen“begangen, bei denen der internationale Austausch thematisiert wird.

Weitere großangelegte Ausstellungen finden auf der Albrechtsburg („http://www.meissen.com/de/museum/museum-meissen-art/sonderausstellungen-aktuell) („Der Stein der Weissen, 8. Mai bis 31. Oktober 2010), in Dresden (Triumph der Blauen Schwerter. Meissener Porzellan® für Adel und Bürgertum 1710 – 1815, 8. Mai bis 29. August 2010, Staatliche Kunstsammlungen (http://www.skdmuseum.de/de/sonderausstellungen/triumph-der-blauen-schwerter/index.html)) und Berlin (Zauber der Zerbrechlichkeit. Meisterwerke europäischer Porzellankunst, 9. Mai bis 29. August 2010, Stadtmuseum/Ephraimpalais (http://www.skdmuseum.de/de/sonderausstellungen/zauber-der-zerbrechlichkeit/index.html) statt (http://www.albrechtsburg-meissen.de/). Das Porzellanikon in Selb (http://www.porzellanikon.org/) zeigt aus Anlass des Jubiläums in Selb und Hohenberg/Eger die „größte je in Europa gezeigte Porzellanausstellung" („Königstraum und Massenware, 4. April bis 2. November 2010 )http://www.koenigstraumundmassenware.org/

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Zum Weltzentrum des Porzellans wurde nach Ansicht von Fachkreisen im 19. Jahrhundert allerdings keine der großen Metropolen, sondern eine Region im Nordosten Bayerns, wo Hutschenreuther, Rosenthal und andere Hersteller immer größere Fabriken bauten. Dies ist auch Anlass für den Arbeitskreis Technikdenkmale in der Arbeitsgemeinschaft der Landesdenkmalpfleger, seine diesjährige Herbsttagung in Selb zu veranstalten und mit einer Exkursion zu historischen Standorten der Porzellanindustrie in Franken und Umgebung zu verbinden (Kontakt: Dr. Matthias Baxmann, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege).

Die populäre Geschichts-Zeitschrift „damals“ widmet dem Porzellan ein bereits erschienenes Themenheft; ein Artikel befasst sich speziell mit der Geschichte der Porzellanindustrie in Nordostbayern.

 

Nina S. Schepkowski: Johann Ernst Gotzkowsky. Kunstagent und Gemäldesammler im friderizianischen Berlin. Berlin 2009. (Rezension von „damals“)

 

Links zu historischen Porzellanmanufakturen (Auswahl)

KPM Berlin http://www.kpm.de/default.aspx

Fürstenberg http://www2.fuerstenberg-porzellan.com/acapif/fbg/home.prt

Meissen (www.meissen.com)

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Unter den zahlreichen neuerschienenen Publikationen ragen heraus:

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Mülheim an der Ruhr: Vortrag „Die Broich-Speldorfer Wald- und Gartenstadt AG“ am 10. Juni

Im Westen der Stadt sollte eine Villenkolonie entstehen, die­ – hätte man sie in der intendierten Form realisiert – eines der großartigsten Beispiele ihrer Art in Deutschland, vielleicht in Europa geworden wäre. Geplant war eine exklusive Wohnsiedlung für die Stahlmagnaten und Kohlenbarone der Region. Das Anspruchsniveau dieses Projekts verdeutlicht die Mitarbeit von Fritz Encke, Wilhelm Kreis, Hermann Muthesius, Paul Schultze-Naumburg und Julius Trip, die zu den wichtigsten Architekten und Gartenkünstlern ihrer Zeit gehörten. Die Inversion der Gartenstadtidee als Projekt der sozialen Segregation scheiterte, was auch den Entwicklungen während des Ersten Weltkriegs geschuldet war. Dem innewohnenden Glücksversprechen gingen die happy few – wenn sie denn ihren Wohnsitz hierhin verlegten – lieber individuell nach.

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Exlibris des Gartenstadt-Mitbegründers und Bewohners Emil Kirdorf

Donnerstag, 10. Juni 2010, 19.00 Uhr­

Ort: Kunstmuseum in der Alten Post, Foyer

Eintritt frei

Vortrag: Christoph Dorsz M.A., Kunsthistoriker, Bochum

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Bochum: Chile-Tag im Deutschen Bergbau-Museum am 13. Juni 2010

Zum Programm

Chilesalpeter­

Lange wurde in Europa das »Weiße Gold« aus Chile als Düngemittel eingesetzt. Heute haben künstliche Dünger den natürlichen abgelöst. Bemerken Pflanzen diesen Unterschied? Wir werden es testen.

Salpeter ist auch Bestandteil von Sprengstoffen. Die Vorführung »Chemie und Salpeter« lässt es knallen.

Kulturelles und Kulinarisches

Nicht nur der Salpeter Chiles, sondern auch die Kultur des Landes steht an diesem Tag im Mittelpunkt. Vorträge zu Natur und Leben der Bevölkerung sowie die Vorstellung und Versteigerung chilenischer Kunst stehen auf dem Programm. Chilenische Weine und Köstlichkeiten aus der traditionellen chilenischen Küche werden angeboten.

Multimediales

Die Besucher erleben Chile in 3D und wandern auf den Spuren der Vergangenheit durch eine virtuelle »Oficina«.

Im multimedialen »Rondo« werden sie in die Welt des Bergbaus und die Geschichte von Gewinnung, Transport und Verwendung des Chilesalpeters eintauchen.

Für die Kleinen

Auch die Kinder werden auf eine Reise über den Atlantik mitgenommen. Sie können Seemannsgarn spinnen, Seemannsknoten knüpfen und ihre eigenen Salpeterschiffe falten.

Allgemeines

Überschüsse und Spenden des Tages kommen dem Wiederaufbau einer durch das Erdbeben in Chile zerstörten Schule in Lota (Chile) zugute.

Am Chile-Tag gelten die regulären Eintrittspreise des Deutschen Bergbau-Museums.

 

Com.Pakt wird finanziert durch den Pakt für Forschung und Innovation, ein Programm der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.

www.com-pakt.net

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Deutsches Bergbau-Museum

Am Bergbaumuseum 28

44791 Bochum

13. Juni 2010, 11.00 – 17.00 Uh

www.bergbaumuseum.de

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Selm: „Fremde Impulse“ stehen beim 4. Westfälischen Tag für Denkmalpflege am 10. und 11. Juni 2010 auf Schloss Cappenberg im Mittelpunkt

Die öffentliche Veranstaltung ist Bestandteil des Projekts "Fremde Impulse – Baudenkmale im Ruhrgebiet" – einem Beitrag der beiden Landschaftsverbände LWL und LVR zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010. Dabei bietet der Freitag (11.6.) ab 9 Uhr rund ein Dutzend kurze Fachvorträge, die für interessierte Besucher geöffnet sind. Neben aktuellen Beispielen aus der Denkmalpflege, beispielsweise aus Hamm, Hagen, Lünen und Dortmund, beleuchten die Denkmalpfleger des LWL und weitere Experten die Beziehungen zwischen dem Ruhrgebiet und den benachbarten ländlichen Regionen – vor allem in Krisenzeiten wie nach dem Zweiten Weltkrieg.

Am Nachmittag können die Besucher an verschiedenen Exkursionen in die Umgebung teilnehmen, unter anderem zu Zechenkolonien in Lünen-Brambauer oder zur Synagoge in Selm-Bork. An beiden Tagen ist auch die Wanderausstellung "Fremde Impulse – Baudenkmale im Ruhrgebiet" im Gelben Saal im Schloss Cappenberg zu sehen.

Eintritt frei ­

Nähere Informationen unter www.fremde-impulse.de

 

Schloss Cappenberg in der Route Industriekultur

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Berlin: Vortrag „Atomlokomotiven – Phantasien der fünfziger Jahre?“ im Deutschen Technikmuseum

Der Vortrag von Hartmut Pernotzky nach einer Idee von Alfred Gottwaldt, Oberkustos am Deutschen Technikmuseum geht nach eigenen Angaben von der Eisenbahn-Betriebslage der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg in den genannten Gebieten aus. Die zusätzlichen Belastungen des Krieges machten den Handlungsbedarf sehr deutlich. Politisches Mühen um ein friedliches Aussehen der Atomenergie-Forschung und ihrer Nutzung ermutigte Wissenschaftler und Ingenieure ebenso wie Buchautoren und Zeichner auf der nördlichen Hälfte der Welt, eine neue Dimension des Bahnverkehrs zu entwerfen. Ihre Machbarkeitsstudien und Patentanmeldungen verdeutlichen das ernsthafte Bemühen von Wissenschaft und Technik, die Technologie der Atomlokomotive für den Bahnbetrieb tauglich zu machen. Der Zeitabstand eines halben Jahrhunderts zeigt die Grenzen zwischen diesen Phantasien und der Wirklichkeit auf. Der Fall des Eisernen Vorhangs erlaubt den Blick in die Realität der Bahnentwicklung in Osteuropa bis in den Fernen Osten. Bilder konventioneller Lokomotiven aus den sechziger Jahren und von heute weisen auf zukunftsfähige Entwicklungen ohne mobile Atom-Kraftquellen hin.­

 

Übrigens berichtete, wie unser Gesamtregister (rechte Spalte oben) nachweist, die industrie-kultur bereits in Heft 1/1996 über Atomlokomotiven! Vortrag im Deutschen Technikmuseum am Donnerstag, den 3. Juni 2010 um 18 Uhr Ort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Gleisdreieck, U-Bahnhof Möckernbrücke Veranstalter: Verein Deutscher Ingenieure (VDI), VDI-Bezirksverein Berlin-Brandenburg, Arbeitskreis Technikgeschichte (Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer und Dr. phil. Stefan Poser)

Interessanter Link zum Thema Atomloks (bitte anklicken!)

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