Zehnter bundesweiter Tag der Archive am 7./8. März 2020

Kommunikation steht im Vordergrund des diesjährigen „Tages der Archive“, der zum zehnten Mal bundesweit am 7./8. März stattfindet. Zum zehnten Mal hat der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. die Archive in Deutschland dazu aufgerufen, ihre Pforten am ersten März-Wochenende für die Allgemeinheit zu öffnen. Dem Ruf sind mehrere hundert Archiveinrichtungen im ganzen Bundesgebiet gefolgt. Rund um das Wochenende vom 7. und 8. März 2020 wird ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen für Groß und Klein, Vorträgen, Workshops und Ausstellungen geboten werden…

Als Rahmenthema für den Aktionstag wurde „Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet“ gewählt. Das Motto verdeutlicht bereits, dass sich Weniges in der jüngeren Vergangenheit so radikal gewandelt hat, wie die Art, wie wir kommunizieren. Waren vor 200 Jahren noch ausgedehnte Briefwechsel ein wichtiges Mittel, empfangen wir in der heutigen Zeit täglich eine Vielzahl elektronischer Kurznachrichten, Mails und Videobotschaften.

Bundesweit werden die Archive am Aktionstag diesen Wandel greifbar machen und vergangene wie aktuelle Kommunikationsformen aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen. Wie immer steht es aber jedem Archiv offen, sich auch unabhängig vom Motto am TAG DER ARCHIVE zu beteiligen. So können lokale Rahmenbedingungen berücksichtigt werden oder andere Anlässe bzw. Kooperationen mit dem Aktionstag verbunden werden.

Von Seiten der Archive und auch von Seiten des Verbands ist viel Engagement und Herzblut in die Vorbereitungen geflossen. Es würde mich daher sehr freuen, wenn Sie den 10. TAG DER ARCHIVE nutzen und sowohl die Einrichtungen und ihre Schätze, vor allem aber die Menschen dahinter kennenlernen!

Infos zum bundesweiten Tag der Archive des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare finden Sie hier: https://www.tagderarchive.de/.

Werfen Sie einen Blick in die Veranstaltungsübersicht – bestimmt öffnen auch in Ihrer Nähe Archive ihre Pforten.

Zum Beispiel: Köln

Die Kölner Archivarinnen und Archivare haben sich in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. In den vergangenen Jahren boten Kölner Archive eine Gemeinschaftsausstellung an einem gemeinsamen Ort an. 2020 ist der Ort das Internet – in Zeiten des Corona-Virus ein ungefährlicher Ort. Dort ist der Kölner Tag der Archive schon jetzt zu finden.

Passend zum diesjährigen Motto „Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet“ stellen 13 Kölner Archive jeweils eine Quelle mit einem Kurztext auf der gemeinsamen Internetseite www.koelnerarchive.de unter „News“ vor. Spannende und kurzweilige Themen finden sich da: RAF und der Papst, der Auftrag zu Gestaltung der DFB-Meisterschale, der Tomatenwurf als Ausdruck der nonverbalen Kommunikation bis zum Kabel für die Araya-Bucht.

Jedes der Archive ist dort auch verlinkt, so dass Benutzer mehr Infos zu deren Angebot erhalten können. Die Idee zu einem „virtuellen Tag der Archive“ entstand im AKA – Arbeitskreis Kölner Archivarinnen und Archivare.

Abbildung (zum Vergößern bitte anklicken!):
Das Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsarchiv (RWWA) zeigt eine Quelle aus dem Bestand Abt. 11 (Felten & Guilleaume). Das Archiv der Felten & Guilleaume AG, Köln-Mülheim, wird seit 1993 beim RWWA aufbewahrt. Das Foto zeigt die Prüfung eines 30 kV-Seekabels für die Araya-Bucht in Venezuela, 1967 (RWWA 11-F50).