Archiv für den Monat: Juni 2013

­Essen: Geländesanierung auf der Kokerei Zollverein beginnt

­Die Maßnahmen seien ein weiterer wichtiger Schritt zur Entwicklung des Immobilienstandortes Welterbe Zollverein im Essener Stadtteil Stoppenberg, so das Unternehmen weiter. Neben der Fläche der Neukokerei Zollverein werde im Rahmen der nun durchzuführenden Sanierungsmaßnahmen auch das Areal der Altkokerei Zollverein um Parkplatz C der Kokerei und Schachtanlage Zollverein saniert.

Während der anstehenden Baumaßnahmen wird in dem Bereich der Kokerei Zollverein mit den unter Denkmalschutz stehenden technischen Anlagen ein Bodenaustausch ­überwiegend der oberflächennahen Bodenhorizonte durchgeführt. Im Entwicklungsbereich der Neukokerei Zollverein findet ein Austausch von rund 100.000 Kubikmetern Bodenmassen statt. Er dient zur Vorbereitung der Revitalisierung der Flächen und Realisierung der geplanten Bebauung im Neubaugürtel und Südwestquadranten zu Beginn des nächsten Jahres.

Hier soll in direkter Nachbarschaft des neuen Unternehmenssitzes der RAG Montan Immobilien ein hochwertiger Büroimmobilienstandort auf rund drei Hektar Fläche entwickelt werden, mit dem die Vermarktung des Welterbestandorts vorangetrieben werden kann. Grundlage der Planung sind dabei die Architekturentwürfe der österreichischen Büros Dietrich / Untertrifaller Architekten ZT GmbH aus Bregenz sowie Bahl Architekten BDA aus Hagen, die letztes Jahr auf der EXPO REAL in München der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Das gesamte Neubauareal auf der ehemaligen Kokereifläche umfasst rund 35.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für Büroimmobilien, die architektonisch sowohl den Ansprüchen eines Welterbes entsprechen als auch den Bedürfnissen der künftigen Mieter gerecht werden. Im ersten Baufeld werden bis zu 21.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche angeboten.

Die Sanierungsarbeiten werden werktags zwischen 6 und 18 Uhr ausgeführt und voraussichtlich bis Dezember 2014 andauern. Durchgeführt werden sie von der Firma Ecosoil Nordwest GmbH aus Oberhausen. Das Gutachterbüro DMT aus Essen überwacht kontinuierlich alle sanierungstechnischen Maßnahmen und sorgt insbesondere dafür, dass alle Umwelt-, Arbeitsschutz- und Emissionsschutz-Anforderungen, die an die Baumaßnahmen gestellt werden, eingehalten werden.

Die RAG Montan Immobilien wird die Arbeiten so ausführen lassen, dass eine Belästigung der Nachbarschaft möglichst vermieden wird. Sollten sich trotzdem Beeinträchtigungen ergeben, steht die zuständige Projektingenieurin Vera Reschke (Tel.: 0201 / 378-2630, Mail: vera.reschke@rag-montan-immobilien.de) zur Verfügung.
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Essen: Heft 2.13 der „Industriekultur“ mit Schwerpunkt Industrierevier Saar-Lor-Lux erschienen

­Wie Chefredakteur Sven Bardua im Editorial eindrucksvoll belegt, hat die Zeitschrift diesem für Deutschland ganz besonders wichtigen Industriegebiet schon immer besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Um so bedauerlicher ist es, wenn zunehmend Rückschläge in der Erhaltung und Sichtbarmachung des bedeutenden industriekulturellen Erbes in dieser Region verzeichnet werden müssen.

Vor diesem Hintergrund war es naheliegend, daß Mitte April 2013 die gemeinsame Exkursion von TICCIH-Deutschland und den Autoren der Industriekultur ebenfalls im Raum Saarland-Lothringen stattfand.

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Erhältlich auch in den Shops der LWL- und LVR-Industriemuseen

 

 

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Siegen: Kugelgasbehälter ist Denkmal des Monats Juni 2013

­Aus der Begründung:

Mit dem Einsatz von Kugelgasbehältern wurde bei der Gasspeicherung technik-geschichtliches Neuland beschritten. Im Allgemeinen wurden Gasbehälter als Niederdruckgasspeicher entweder als Behälter mit Wasserbassins oder als Scheibenbehälter ohne Wasserbassins ausgebildet. Der Kugelgasbehälter verfolgt als Hochdruckgasbehälter eine andere konstruktive Lösung. Es wird hierbei Gas in die Behälter gepresst, um anschließend über einen Druckregler mit 0,1 bar dem Netz zugeführt zu werden.

Die Entwicklung und Bauausführung derartiger Kugelgasbehälter erfolgte entsprechend der Fachliteratur erst Mitte der 20er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Derzeit kann festgestellt werden, dass es sich bei dem Siegener Behälter um den zweitältesten noch erhaltenen genieteten Kugelgasbehälter handelt

Aufgrund der Entwicklung der Schweißtechniken wurden mit Beginn der 50er Jahre Nietkonstruktionen aufgegeben und Kugelgasbehälter nur noch in geschweißter Form ausgeführt.

Insoweit stellt der Kugelgasbehälter für die Technikgeschichte des Siegerlandes und für die Geschichte der Menschen in dem von der Stahlindustrie und Blechverarbeitung geprägten Raum ein bedeutendes Zeitzeugnis dar.

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