Archiv für den Monat: März 2011

Berlin: Vortrag „ Eisenbahn und Denkmalschutz – Widerspruch oder Chance?“ im Deutschen Technikmuseum am Donnerstag, den 24. März 2011

­Vor 170 Jahren begannen Eisenbahnen, im Zeitalter der Industrialisierung den Alltag der Mobilität zu prägen. Seitdem erfolgte eine permanente Weiterentwicklung von Technologie und Bauweisen: Dampflokomotiven wurden von Elektrolokomotiven abgelöst, Personenwagen mit Holzaufbauten von jenen mit Stahlaufbauten, Steinbrücken von Stahl- oder Betonbrücken, Bahnhöfe aus Stein oder Ziegel durch Stahl- und Glasarchitektur. Neben technischen führten aber auch politische, wirtschaftliche und andere Rahmenbedingungen immer wieder zu neuen Anforderungen an die Eisenbahn und damit zu Adaptierungen von bestehenden Bauwerken oder zu gänzlich neuen Bauten.

Der Themenkomplex Eisenbahnen und Denkmalschutz kann angemessen erfasst werden, wenn die Akteure und ihre Interessen identifiziert und benannt werden: Eisenbahnunternehmen verfolgen andere Intentionen als Museumseisenbahnen oder auch Eisenbahnmuseen. Beispiele aus Asien, Europa und Lateinamerika zeigen Umgangsformen mit dem Eisenbahn-Denkmalschutz – und damit Problemlagen, aber auch Chancen. Besondere Bedeutung kommt dabei den „Eisenbahn-UNESCO-Welterbestätten“ zu, da sich hier die Frage nach dem Denkmalschutz bei Eisenbahnbauten erstmals auf internationaler Ebene stellte.

Veranstalter: Verein Deutscher Ingenieure (VDI), VDI-Bezirksverein Berlin-Brandenburg / Arbeitskreis Technikgeschicht / D­r.-Ing. Karl-Eugen Kurrer und Dr. phil. Stefan Poser

Zeit: Donnerstag, 24. März 2011, 18 Uhr

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal

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Hamburg: Alter Elbtunnel ist Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst

­ Im Rahmen der Pressekonferenz stellten die Bundesingenieurkammer und die Hamburgische Ingenieurkammer-Bau der Öffentlichkeit die Broschüre „Der alte Elbtunnel Hamburg“ vor. Der von Sven Bardua verfasste und reich bebilderte Band ist der achte in der Reihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ und kann ab sofort bei der Bundesingenieurkammer telefonisch (030-2534 29 01) oder über das Internet zum Preis von 9,80 Euro bestellt werden. Mit der Titelvergabe und der Broschüre würdigt die Bundesingenieurkammer eines der bedeutendsten Ingenieurbauwerke des 20. Jahrhunderts. Der alte Hamburger Elbtunnel, der den seit 2007 vergebenen Titel als achtes Bauwerk erhält, war der erste große Unterwassertunnel auf dem europäischen Festland und in mehrfacher Hinsicht schrittmachend. Die Festveranstaltung wird am 7. September 2011, dem Tag, an dem sich die Eröffnung des Elbtunnels zum 100. Mal jährt, stattfinden.

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Berlin: Vortrag „Über Stadttechnik im Städtebau Berlins II“ im Deutschen Technikmuseum

­ Ursachen für die zentrale Rolle der Stadttechnik sind sowohl ihre Komplexität als auch das entkoppelte Planungsgefüge zwischen Hoch- und Tiefbau, das dem „Befreiungsschlag“ einer neuen Generation Städtebauer Anfang des 20. Jhs. folgte. Sie löste sich von den Zwängen („Einheit von Straße und Kanal“), setzte sich nur noch für „aufgelockerte Stadtlandschaften“ ein. Befördert wurde diese Haltung dadurch, dass Berlin dank James Hobrecht mit großzügigen ­Abwassernetzen ausgestattet war. Der Mangel des 19. Jhs. ist behoben, um das „Untergründige“ kümmern sich fortan nicht mehr Baumeister und Architekten, sondern nur noch die Versorgungsunternehmen. So hält es Hans Scharoun mit seinem Kollektivplan aus dem Jahr 1946 für möglich, auf dem unterirdischen (strahlenförmigen) Grundriss der Netzbestände einen Neuaufbau der Stadt in einem rechtwinkligen Entwurfsmuster zu realisieren. Er und andere scheitern an der abgewählten Verpflichtung gegenüber den unterirdischen Vermögenswerten. Ob die von Hans Kollhoff im Jahr 1992 ohne hinreichende Beachtung des Technikuntergrunds entworfene Hochhauslandschaft um den Alexanderplatz inmitten eines aus drei Schichten von Räumen, Bahnen, großkalibrigen Kanälen und Leitungen bestehenden Gebietes jemals entstehen wird, hängt nur noch von der zukünftigen Finanzsituation der Stadt und der Investoren ab.

Der Vortrag in der Reihe „Praktiken und Potentiale von Bautechnikgeschichte“ mit dem VDI-Arbeitskreis Bautechnik (Ltr.: Dr.-Ing. Hilka Rogers) und dem Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus (Ltr.: Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz) berichtet über diese, aber auch über gute Beispiele in der Absicht, den Dialog über die Fachgrenzen hinaus anzuregen.

Veranstaltungsort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin, Vortragssaal

Verkehrsverbindungen: U-Bahnhof Gleisdreieck, U-Bahnhof Möckernbrücke ­

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