Archiv für den Monat: August 2009

Köln: Alter Flughafen startet durch als Regionale-Projekt und LVR-Partner

Nachdem bereits die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erhebliche Mittel für den im Besitz der Standort-Köln-Immobilien-Gesellschaft befindlichen Komplex bereitgestellt hatte, bemüht sich die Stiftung unter ihrem Vorsitzenden Dr. Edgar Mayer nun um die Anerkennung als direkt förderfähiges A-Projekt im Rahmen der „Regionale 2010“, dem Strukturförderprogramm des Landes für die Region Köln-Bonn (Projektinfo hier).

­Landesbauminister Lutz Lienenkämper und Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar informierten sich nach Presseberichten vor Ort. „Was hier bislang geleistet wurde, ist wirklich unterstützenswert“, resümierte der Minister. Für Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar sei die Zusammenarbeit zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen als Förderer, der SKI Standort Köln-Immobilien Gesellschaft als Eigentümerin und der Stiftung Butzweilerhof, wo sich Menschen ehrenamtlich engagieren, ein Idealbeispiel: „Ein ganz entscheidender Punkt ist das Engagement der Stiftung, die hier noch auf Jahre hinaus wirken wird. Ich freue mich schon darauf, wenn ich die Zusage weiterer Geldmittel für das Projekt verkünden darf.“ Reimar Molitor, Geschäftsführer der Regionale-2010-Agentur, geht von weiteren 200 000 Euro für die Detailplanung aus. „Der Butzweilerhof ist das herausragende kulturelle Erbe im ganzen Kölner Nordwesten. Der Name ist immer noch für viele Menschen ein Begriff.“

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Der 1936 eröffnete Flughafen, damals als „Luftkreuz des Westens“ bezeichnet, besteht aus Empfangshalle, Gepäckabfertigung, ehem. Restaurant, einem Büroflügel, Betriebshof, Flugzeughallen und einem „Kontrollturm“. Erhalten ist auch das betonierte Rollfeld; das bereits vor dem Ersten Weltkrieg angelegte runde Flugfeld ist dagegen heute weitgehend bebaut. Eine verlängerte Straßenbahnlinie führt seit kurzem unmittelbar am Flughafengebäude vorbei. Wie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) kürzlich bekanntgab, nimmt er den „Butzweilerhof“ in sein „Netzwerk Industriekultur“ auf, zu dem neben dem LVR-Industriemuseum weitere Standorte wie das Museum Zinkhütter Hof in Stolberg gehören.

Wer den Flughafen und die (noch provisorische) Luftfahrt-Ausstellung kennenlernen möchte, hat dazu etwa Gelegenheit am 5. und 6. September 2009, wenn der „Käferfreunde-Koeln e.V.“ dort ein ­Oldtimertreffen "Käferjedöns" veranstaltet.

Butz_Halle_inn.450.jpgEhem. Empfangshalle (alle Fotos: Regionale2010) 

Frankfurt/Main: Tage der Industriekultur Rhein-Main, Fokus: Häfen und Flugplätze, 18.-23. August 2009

Im Fokus dieses Jahr stehen Häfen und Flugplätze. Anlass: Vor 100 Jahren fand die erste ILA, die Internationale Luftfahrtausstellung, in der neu eröffneten Frankfurter Festhalle und auf dem Rebstockgelände statt. Grund genug, die zahlreichen „Umschlagplätze“ für Menschen und Güter in der Region genauer zu betrachten. Wie es dort einmal war, heute ist und in Zukunft aussehen wird, das zeigen viele der Exkursionen und Führungen zum Fokusthema. Auch zu anderen Themen erwarten die Besucher wieder viele attraktive Angebote. Neu dabei dieses Jahr ist der „Tag der hessischen Industrie“. Insgesamt sind 212 Veranstaltungen an 120 Orten zustande gekommen. Ein gelungenes Beispiel regionaler Kooperation!

Nähere Informationen zu den „Tagen der Industriekulur Rhein-Main" unterwww.route-der-industriekultur-rhein-main.de

Fotowettbewerb

Zu den Tagen der Industriekultur Rhein-Main 2009 veranstaltet die KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Fotowettbewerb in zwei Kategorien:

"Industriekultur im Tageslicht"

"Mensch und Technik"

Die Motive sollen aus der Region Frankfurt/Rhein-Main sein.

Eingesandt werden können Fotos im Format 30 x 40 cm. Auf Bildrückseite muss Name und Adresse (inkl. e-mail), Kategorie und Motiv (Ort) vermerkt sein.

Fotos können nach Abschluss des Wettbewerbes abgeholt, aber nicht zurückgeschickt werden. Keine Haftung für beschädigte oder verlorene Bilder.

In jeder Kategorie werden Preise vergeben: 1. Preis 1.000 ¤; 2. Preis 500 ¤; 3. Preis 300 ¤.

Prämierte Fotos dürfen honorarfrei in der ausschreibenden Tageszeitung veröffentlicht werden, im Preisgeld enthalten sind die Bildrechte für KulturRegion. Zudem wird die KulturRegion ein Kontingent an Bildern ankaufen, je Ankauf inkl. Bildrechte für KulturRegion gibt es 50 ¤.Bei  Ankauf/Prämierung werden die Fotos digital in einer Auflösung von 300 dpi bei 30×40 cm benötigt.

Einsendeschluss ist der 29. September 2009.

Adresse: KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH, Kennwort "Fotowettbewerb Industriekultur", Poststraße 16, 60329 Frankfurt am Main (neben dem Frankfurter Hauptbahnhof Nordseite)

Mainz: Der Dampf ist raus…. SWR-Sendung über das „Schaufelradschiff“ Goethe nach dem Umbau

Seit 95 Jahren dampft der Raddampfer Goethe bereits den Rhein rauf und runter. In dieser Zeit hatte er ein wechselvolles Schicksal: Während er den 1. Weltkrieg unbeschadet überstand, wurde er im Zweiten versenkt, dann in der Kasteler Ruthof Werft wieder komplett aufgebaut. 1989 wegen technischer Mängel stillgelegt, erstand er 1996 wieder zu neuem Leben.

Bis Herbst 2008 trieb eine Dampfmaschine die riesigen Schaufelräder der Goethe an, die Dampfmaschine, die 1913 in ihren Rumpf installiert wurde. Zusammen mit der nostalgisch angehauchten Innenausstattung bot das Schiff den Rheintouristen die perfekte Umgebung für eine Tour durch das romantische Mittelrheintal. So wird auch die Goethe seit einigen Jahren im täglichen Liniendienst zwischen Koblenz und Rüdesheim eingesetzt. Damit passiert sie Höhepunkte des Rheintals wie Burg Stolzenfels. Marksburg, Loreley und Kaub mit der Pfalzgrafenstein. Gegen Ende der Strecke warten der Mäuseturm, die Landesgartenschau in Bingen und schließlich Rüdesheim auf die Schiffsgäste.

Ein nostalgischer Raddampfer (der einzige auf dem Rhein, der größte weltweit) mit einer eingespielten, teilweise altgedienten Mannschaft – so fuhren Kapitän und erster Maschinist bereits seit gut 20 Jahren auf der Goethe. Jetzt – mit Beginn der Sommersaison 2009 – ist alles anders: Im zurückliegenden Winter wurde die historische Dampfmaschine ausgebaut und durch einen modernen Hydraulikantrieb ersetzt. Der ist sparsamer und wartungsfreundlicher. Für den ersten Maschinisten der Goethe ein hartes Brot, immerhin hat er die vollständige Renovierung des Schiffs in den 90er Jahren geleitet und er empfindet wie andere Dampfmaschinenfans den Umbau als ein Sakrileg.

Ein Film von Peter J. Klein.

Sendung am Samstag, 8. August 2009, 18.17 bis 18.45 Uhr

Die Goethe auf www.rheinische-indstriekultur.de

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Stuttgart: Fernsehturm erhielt als drittes Bauwerk den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“

Als der damalige Süddeutsche Rundfunk 1953 begann, einen neuen Fernseh-Sendeturm für Stuttgart und seine dichtbesiedelte Umgebung zu planen, war wohl niemandem bewusst, dass damit eine Revolution im weltweiten Turmbau ausgelöst werden würde.

Im Rahmen eines Festaktes wurde eine Ehrentafel am Fernsehturm enthüllt. An der Veranstaltung, zu der auch die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen waren, nahmen 150 geladene Gäste des Fritz-Leonhardt-Tages teil.

Zur Begrüßung sprachen die Präsidenten der Bundesingenieurkammer und der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Jens Karstedt und Rainer Wulle. Grußworte wurden gehalten von: Karin Roth ( MdB), Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und Ingrid Felgenträger, Landessendedirektorin des Südwestrundfunks.

Mit der Auszeichnung würdigt die Bundesingenieurkammer den genialen Entwerfer des Turms, Fritz Leonhardt, der schon damals einer der bekanntesten Bauingenieure im Nachkriegs-Deutschland war. Er entwarf und konstruierte in Stuttgart erstmals einen Sendeturm, dessen Antenne auf einem geschlossenen Stahlbeton-Turm errichtet wurde und der gleichzeitig mit einer Aussichtsplattform und einem Restaurant ausgestattet war. Der damals 217 m hohe Turm kostete die stolze Summe von 4,3 Millionen DM (ca. 2,2 Mio. Euro). Trotz der erhöhten Baukosten eine gute Investition, denn in den ersten Jahren strömten mehr als 650.000 Besucher pro Jahr nach Stuttgart, um den ersten modernen Fernsehturm der Welt zu besuchen.

Der 1956 in Betrieb genommene Stuttgarter Fernsehturm ist zeitlos in seiner Gestaltung und frei von allen architektonischen Modeströmungen. Seine Bauweise wurde zum Vorbild einer ganzen Generation von Fernsehtürmen, die unsere Stadtbilder heute prägen. Leonhardt ist es meisterhaft gelungen, dem 15 m breiten Turm-Kopf die Schwere zu nehmen und ihn gleichsam schweben zu lassen. Diese gestalterische Leistung ist bei Ingenieurbauwerken nicht selbstverständlich. Sie hat den Stuttgarter Fernsehturm zu einem unvergleichlichen Wahrzeichen der schwäbischen Metropole und darüber hinaus zum Wahrzeichen der internationalen Ingenieurbaukunst werden lassen. Mit 53 Jahren ist das Wahrzeichen der baden-württembergischen Landeshauptstadt das bisher jüngste Ingenieurbauwerk, dem dieser Titel verliehen wurde.

Aus Anlass der Titelverleihung gibt die Bundesingenieurkammer eine reich illustrierte Broschüre zum Fernsehturm Stuttgart heraus, die als dritter Band der Schriftenreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ erscheint. Das vierköpfige Autorenteam – allesamt hervorragende Ingenieure – zeichnet anschaulich die Entstehungsgeschichte des Turmes nach und würdigt eine der hervorragendsten Ingenieurpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie schildern anschaulich und mit großer Detailkenntnis, wie der erste Beton-Fernsehturm der Welt entstand und warum er den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ mit vollem Recht trägt.

Die Broschüre kann zum Preis von 14,80 Euro zzgl. Versandkosten bei der Bundesingenieurkammer in Berlin bestellt werden.

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Tampere/Finnland: Gemeinsame Konferenz von TICCIH und ICOHTEC „Reusing the Industrial Past“ im Sommer 2010

The Venue is going to be The University of Tampere and also the old factory premises on the both sides of the Tammerkoski rapids in the centre of Tampere.

There are two programme committees. One is nominated by TICCIH and other by ICOHTEC. Call for papers and schedule for deadlines will be the same for all. The LOC will operate as a coordinating organisation for these committees.

The programme of the conference will include scientific sessions and plenary sessions, business meetings and general assemblies of organising organisations, excursions, social events, such as receptions and the banquet, and possible pre- and post-conference trips.

The deadline for the paper/session proposals is in November 2009.

Congress web site

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