Archiv für den Monat: Juni 2008

Dorsten: Die letzten Dampffördermaschinen im Ruhrgebiet werden stillgelegt

werden im Ruhrgebiet mit der Stilllegung der Schachtanlage Fürst Leopold in Dorsten die beiden letzten Dampffördermaschinen, Baujahr 1912 und 1915, stillgesetzt. Am 14. und 15.6. werden diese Maschinen zum letzten Mal der Öffentlichkeit vorgeführt. Sie laufen an beiden Tagen stündlich von 11 – 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Adresse: Halterner Str. 105, 46284 Dorsten

Links hierzu:

Wikipedia 

Fürst Leopold bei der RAG Deutsche Steinkohle

Route Industriekultur

www.industriedenkmal.de

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(Fotos: Stadt Dorsten)

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Köln, Bottrop: Steinkohlebergbau im Selbstversuch

Wer Ranga Yogeshwar von der populären WDR-Wissenschaftssendung „Quarks & Co“ einmal etwas anders kennenlernen will, dem sei die Sendung zum Steinkohlenbergbau empfohlen. In eine ausführliche Untertage-Reportage aus dem Bergwerk Prosper-Haniel sind verschiedene Filmbeiträge eingebettet.

Nach der Premiere am 3. Juni wird sie am 7. Juni um 10.20 Uhr wiederholt. Wer so lange nicht warten kann oder am Samstagmorgen keine Zeit hat: Es gibt das Ganze auch als podcast, und die Quarks-website bietet dazu noch weitere „Extras“. 

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Peine/Niedersachsen: Großes Programm rund um „150 Jahre Ilseder Hütte“

Die Olympia-Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen, die Jungfrau von Orleans und der Itaipú-Staudamm in Südamerika – sie alle stehen in Verbindung zur Ilseder Hütte. Und sie stehen beispielhaft für die Spuren, die 150 Jahre Stahl im Landkreis Peine hinterlassen haben.

Zu sehen, zu lesen, zu hören und zu begreifen sind ihre und 147 weitere Geschichten in der Ausstellung STAHL::ZEIT – 150 Objekte zu 150 Jahren Stahl im Kreismuseum Peine, die am 17. Mai 2008 eröffnet. Die 150 Exponate sind gleichsam ein Kaleidoskop an menschlichen Höhen und Tiefen, an wirtschaftlichem Auf- und Abschwung, an technischen Pannen und Verbesserungen, an geologischen Schätzen und Grenzen sowie an innen- und außenpolitischen Rückschlägen und Fortschritten.

STAHL::ZEIT wirft einen Blick zurück zu den Wurzeln der Stahlindustrie im Landkreis Peine und gibt einen spannenden Ausblick in die Zukunft des Stahls. Dabei geht es alles andere als stahlhart, kühl oder leblos zu, sondern vielmehr frisch, frech und ungewöhnlich! Dafür sorgt schon das nicht alltägliche Ausstellungskonzept, denn gleich an mehreren Orten kann der Besucher sich der STAHL::ZEIT nähern: Im Kreismuseum Peine, auf dem Gelände der Ilseder Hütte und im gesamten Landkreis – eben dort, wo Hütte und Stahl in den vergangenen 150 Jahren die Menschen und ihren Lebensraum geprägt haben – werden vom 15. Mai bis 26. Oktober 2008 extravagante Stelen aus Peiner Stahl auf das Jubiläumsjahr hinweisen.

Damit wird STAHL::ZEIT das Vehikel und der Landkreis die Präsentationsplattform, um die komplexe Geschichte der Region und die Bedeutung des Stahls in den vergangenen 150 Jahren zu transportieren. STAHL::ZEIT nutzt aber auch die Gelegenheit, um beispielhaft am Landkreis Peine die Geschichte der gesamten Stahlindustrie nachzuzeichnen. Und das überaus originell und lebendig! Video- und Audioeinheiten laden zum Lauschen und Hingucken ein. „Sie können Ihre Muskeln spielen lassen und ausprobieren, wie viel Kraft es braucht, eine Stahlfeder zu bewegen. Oder Musik genießen, indem Sie Stahl-Saite erklingen lassen!“, macht Rainer Henssler, Projektleiter der verantwortlichen Ausstellungs-Agentur ConCultura, Lust auf mehr.

Die 150 ungewöhnlichen Exponate sind Blitzlichter einer ganzen Ära und erzählen Kurioses und Erstaunliches. Ganz gleich, ob es sich um Meilensteine der Unternehmensentwicklung, kleine Anekdoten aus dem Arbeitsalltag, persönliche Erinnerungen von Mitarbeitern oder große Ereignisse handelt, die die ganze Welt bewegten: STAHL::ZEIT geht ihnen nach und rückt damit ganz nah an die Menschen, die hinter all dem stehen und gestanden haben, Menschen die hier leben, die den Stahl prägten – und die der Stahl geprägt hat.

Zum Nachlesen, zum Hingucken und zum Wegträumen gibt es für nur 5 Euro den reich bebilderten Ausstellungskatalog zur STAHL::ZEIT. Er ist im Kreismuseum Peine und bei den Buchhandlungen Gillmeister (Peine) und Quindel (Groß Ilsede) erhältlich.

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Der „Förderverein „Haus der Geschichte der Ilseder Hütte“ e.V.“, der bereits einen „Industriepfad“ über das heute als Gewerbepark genutzte Hüttengelände erarbeitet hat (s.u.), gab anlässlich des Jubiläums die Publikation „Ilseder Hütte – Ein Unternehmen prägt die Region – 1858-2008“ heraus  (36 S., ¤ 3,50, ISBN 4-197800-203505). Daneben erhält der Verein u.a. das Gebäude der ehemaligen Dampfzentrale der Hütte und betreut die Glasplatten des Werks-Bildarchivs im Stadtarchiv Peine.
Weitere Informationen unter: www.ilseder-huette.de

Öffnungszeiten des Kreismuseums Peine: Di bis So von 11 bis 17 Uhr

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Die – auch als handliche Broschüre erhältliche – Gesamt-Programmübersicht mit zahlreichen Vorträgen, Führungen, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen finden Sie hier.

(Unter Verwendung einer Pressemitteilung des Landkreises Peine)

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