Archiv für den Tag: 19. Mai 2008

Crimmitschau/Sachsen: Tagung „Produktion und Reproduktion: Arbeit und Fotografie“ im April 2009

Anhand von Fallstudien sollen Bestände und Sachverhalte sowie Methoden der Analyse vorgestellt werden. So entsteht ein Überblick über die Entwicklung des Genres seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute. Dabei liegt ein Augenmerk auf Sachsen, doch können und sollen Fragestellungen und Beispiele nicht auf diese Region begrenzt sein.

Ob als Arbeiter- oder als Werksfotografie entstanden, ob als privateErinnerung oder als Werbematerial genutzt, ob in Alben aufbewahrt oder in Bildbänden gedruckt, ob Selbstbild der Unternehmen oder Selbstentwurf der Arbeiter: die Fotografien dokumentieren nicht allein Sachverhalte, sie sind mentalitätsgeschichtlich komplexe Sinnstiftungen.

Ziel soll daher sein, Zusammenhänge zu analysieren: etwa zwischenArbeitsformen und Produktionsverhältnissen mit den verbildlichtenInteraktionen und Rollenbildern, den sozialen Inhalten des physischenHandelns mit dem fotografischen Akt oder den Darstellungsformen und den Gebrauchsweisen der Fotografien in ihren intendierten oder auch in musealen Zusammenhängen.

Solche Betrachtungsweise erweitert die den Objekten der Sammlungen und den Dokumenten der Archive zu entnehmenden Informationen um Symbole gelebten Lebens in einem "Museum der Blicke", das im Spannungsfeld von emphatischer Nähe und kognitiver Distanz auf ganz eigene Art und Weise zwischen historischen Sachverhalten und den Medienerfahrungen heutiger Betrachter zu vermitteln in der Lage ist.

Die Tagung wird in Kooperation des Westsächsischen TextilmuseumsCrimmitschau mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) Dresden ausgerichtet. Eine anschließende Tagungspublikation ist geplant. Beiträger/innen unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen sind eingeladen, bis zum 1. Oktober 2008 ein etwa 2.000 Zeichen umfassendes Exposé beim Westsächsischen Industriemuseum Crimmitschau einzureichen.

Kontakt:

Westsächsisches Industriemuseum Crimmitschau
Frau Claudia Schindler
Leipziger Straße 125
08451 Crimmitschau
Tel.+49-3762-931939, Fax +49-3762-931938
crimmitschau@saechsisches-industriemuseum.de

www.saechsisches-industriemuseum.de

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
PD Dr. Manfred Seifert
Zellescher Weg 17
01069 Dresden
Tel. +49-351-4361650, Fax +49-351-4361651
isgv@mailbox.tu-dresden.de

www.isgv.de

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Pilsen/Burton upon Trent: ERIH-Brauerei-Ankerpunkte: Erster Standort in Tschechien; Gefahr für Traditionsmuseum in Burton upon Trent

Als Ehrengast nahm Antonin Tesarik, stellvertretender Kulturminister von Tschechien, an der Veranstaltung teil. Tesarik sprach über die historische Bedeutung des Bieres bei der Entwicklung des kulturellen Lebens in Tschechien und lobte das Vergnügen, das die Besucher beim Besuch der neuen Ausstellung und der Pilsener Urquell Brauerei Tour erwartet. Er begrüße und die unterstütze die Ziele des ERIH Netzwerks und schätzte sich glücklich, dass die Brauerei nun der erste ERIH Ankerpunkte in Tschechien ist.

Die heutige Brauerei wurde 1839 als Ersatz für zahlreiche Kleinbrauereien von den Bürgern von Pilsen gegründet, die das Recht zum Bierbrauen besaßen. 1842 gelang es dem Braumeister Josef Groll, Bier mit hoher Qualität nach der berühmten Pilsener Brauart zu brauen.1999 übernahm SAB Miller die Pilsner Urquell Brauerei und weitete die Produktion gewaltig ist. Gleichwohl wird auch heute noch Bier von höchster Qualität unter Einsatz von qualitätsvollem Wasser und besten Zutaten produziert. Diese Zutaten (Wasser, Gerste, Hopfen und Hefe) stellt die neue Ausstellung in den Mittelpunkt und ermöglicht es dem Besucher, das „Geheimnis“ der Pilsener Brauart mit allen fünf Sinnen zu entdecken.

Das Unternehmen hat die historischen, denkmalgeschützten Brauereigebäude erhalten. Die Ausstellung ist im alten Brauhaus untergebracht, das originalgetreu – so wie es im frühen 20. Jahrhundert ausgesehen hat – restauriert wurde. Im vergangenen Jahr kamen 185.000 Besucher zum Standort und besichtigten den einmaligen Wasserturm, das Pumpenhaus, den Abpackbetrieb und Teile der 9 km langen unterirdischen Kellergewölbe. In diesen Kellern können Besucher ungefiltertes Pilsner Urquell verkosten, das nach traditioneller Brauart in Holzfässern gebraut und gelagert wird. Ein exklusives Vergnügen, das es nur hier und in einer einzigen Pilsener Bar gibt.

Ankerpunkt-Website
Brauerei-Website cz/en
   

Brauerei-Museum in Burton-upon-Trent in Gefahr

Die amerikanische Brauerei Coors beabsichtigt, im Juni ihr Besucherzentrum und Brauereimuseum in Burton-upon-Trent zu schließen. Der Grund: einer der größten Brauereikonzerne der Welt, der den Standort der ehemaligen Bass-Brauerei und deren Museum erst vor wenigen Jahren erworben hat, ist nicht bereit, die jährlichen Betriebskosten von rd. 1 Mio. GBP zu tragen. Burton-upon-Trent ist seit Jahrhunderten als Hauptstadt des britischen Brauereiwesens bekannt; 1888 produzierten in der Stadt 33 Brauereien. Viele von ihnen sind in den letzten Jahrzehnten geschlossen worden, doch die Geschichte des Bierbrauens wird im Brauereimuseum, ein ERIH-Ankerpunkt, eindrucksvoll und erlebnisreich vorgestellt.

Die Zeitung Burton Mail hat eine Kampagne gestartet, um die Schließung des Museums abzuwenden. Die an die Regierung gerichtete Petition, den Weiterbetrieb zu unterstützen, kann auf folgender Webseite unterzeichnet werden: Burton Mail: Save our heritage 

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Ironbridge/England: Blood, Sweat and Imagination Exhibition from 21 April 2008

Exhibition visitors will see major items from the museum’s magnificent Elton Collection, regarded as the county’s foremost collection of industrial art it has been in the museum’s care since 1978. Sir Arthur Elton (1906-73), a collector and documentary film maker, was fascinated by developments of the Industrial Revolution era and how they were shown in various forms of artwork.

Depictions of early industry in the exhibition vary from satirical cartoons, engravings, everyday objects and even a coffee percolator in the shape of a locomotive. Amongst the displays are vivid cartoons which were produced in the 1830s by the early canal companies, who were protesting against the competition from the railways. The satirical images show the dangers of travelling by locomotives which were said to be unsafe and prone to explosion.The exhibition also includes paintings and engravings ranging from the 1780s to the 1860s showing various industrial landscapes and the herculean labours of the workers that made them a reality. Mining, tunnelling, bridge building, railways, canals and ironworks are all represented, along with the 1851 Great Exhibition and an 1865 design for St Pancras station, which even then showed what a wonderful space it would be, 157 years before Eurostar took over.

Admission to Blood, Sweat and Imagination is free and the exhibition is open most weekdays 9am to 5pm. It is advised to call 01952 884391 in advance to check opening hours.

The Coalbrookdale Gallery is next door to Coalbrookdale Museum of Iron, one of the ten Ironbridge Gorge Museums. A Passport to all ten museums valid for twelve months and multiple return visits, costs £14.95 per adult, £12.95 for the 60 plus, £9.95 for students and children and £48 for a family of two adults and three children aged up to 18 years in full time education; under 5s free. Individual museum entry tickets are also available.

1. 5. 2008 – 30. 9. 2008
Ironbridge Gorge Museum Trust
Coach RoadCoalbrookdale
TF8 7DQ Telford
+44 (0) 1952 – 884391
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