“Der Erfolg wird aber selbst die kühnsten Hoffnungen übertreffen.”

Am 15. Oktober 2022 jährte sich zum 175. Mal ein (nicht nur) für die jüngere Stadtgeschichte Mindens zentrales Ereignis: Die Eröffnung der Köln-Mindener-Eisenbahn und der Hannoverschen Staatseisenbahn von Minden nach Hannover. 1825 hatte der westfälische Industriepionier Friedrich Harkort die im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechende Vision, Rhein und Weser durch das neue, revolutionäre Verkehrsmittel der Eisenbahn zu verbinden. Doch von dieser Version bis zur Inbetriebnahme dauerte es über 20 Jahre, ehe die erste wirkliche Ost-West-Fernstrecke Preußen-Deutschlands in Betrieb ging. Dem rheinischen Unternehmer David Hansemann gelang erst 1843 mit staatlicher Unterstützung die Gründung der Köln-Mindener-Eisenbahn-Aktiengesellschaft. Der preußische Staat übernahm dabei ein Aktienpaket von rund 1,9 Millionen Talern und garantierte den Aktionären eine jährliche Dividende von 3,5 Prozent. Das Stammkapital von 13 Millionen Talern wurde schon am ersten Tag der Aktienemission überzeichnet. Im Gegensatz zu früheren Planungen, die noch eine Streckenführung auf dem linken Weserufer vorsahen, plante und baute die Köln-Mindener-Eisenbahn den Bahnhof rechts der Weser, der zudem eigene Befestigungswerke erhielt. Diese planerischen Grundentscheidungen prägten und prägen bis heute die Stadtentwicklung Mindens. Der Vortrag beleuchtet die Vorgeschichte und Gründung dieser für die weitere Geschichte Rheinland-Westfalens wichtigsten Magistrale und blickt auf den langfristigen Stellenwert der Eisenbahn für künftige Entwicklungen.

Vortrag des Mindener Geschichtsvereins am 25. Oktober 2022

Der Vortrag findet mit Unterstützung des Railcampus OWL statt. Der Eintritt ist frei.

INFO

Datum: 25.10.2022
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: DB Systemtechnik – Casino, Pionierstraße 10, 32423 Minden
Kontakt: geschaeftsstelle@mindener-geschichtsverein.de; Tel. 0571 97220-25
Kosten: Eintritt frei
URL: www.mindener-geschichtsverein.de

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