Bahnhof Waiblingen droht Abriss

In Waiblingen bei Stuttgart steht aktuell das dritte Bahnhofsgebäude – ihren Anfang nahm die Erschließung hier 1861 mit der Remsbahn (der Bau ist erhalten und dient heute als Wohnhaus). Mit der Murrbahn 1876 entstand weiter östlich ein zweites Bahnhofsgebäude, das 1979 dem Abriss weichen musste. Der aktuelle und damit dritte Bahnhof stammt aus dem Jahr 1980, als Waiblingen an die S1 und S2 angeschlossen wurde. Auch diese Anlage wurde in den 2000er Jahren ersten Sanierungsarbeiten und Veränderungen unterzogen. Seit Sommer diesen Jahres nun schmiedet man vor Ort nach Angaben des Portals moderneREGIONAL ganz konkrete Pläne für eine Maßnahmen im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA). Unter dem Stichwort „multimodaler Mobilitätsdrehpunkt“ wurde das Projekt bereits auf die IBA-Liste aufgenommen und damit auch eine finanzielle Unterstützung des Vorhabens in greifbare Nähe gerückt.

Bei mehreren Treffen wurden großangelegte Planvarianten entwickelt, um Grundstücke des Areals neu zu erschließen und zugleich den Bahnhofsplatz besser an die Stadt anzubinden. Damit wäre wohl auch der Verkauf und die Bebauung von Grundstücken verbunden, die aktuell noch im Eigentum der Bahn liegen. Vor einigen Tagen näherte man sich dem Projekt vor Ort mit Vertreter:innen der Stadt, der Stiftung Baukultur und der IBA – die Rede ist von einer Modernisierung des Bahnhofs, einem tiefergelegten Busbahnhof und neuen Wohnformen. Schwierigkeiten bereite noch die Frage, wer denn nun bei der Bahn der zuständige Ansprechpartner für alle damit verbundenen Fragen sei. Nun titeln die Stuttgarter Nachrichten „Ist der Bahnhof reif für den Abriss?“ – eine der diskutierten Planvarianten sähe eine Niederlegung des bestehenden Gebäudes vor. Die Diskussion dürfte damit noch nicht an ihrem Endpunkt angelangt sein. (kb, 14.10.21)

Waiblingen, Bahnhof (Bild: Bonjour35CC BY SA 4.0, 2017)

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