Notlösung für abgebrochene Drehbrücke in Bremerhaven

Nach Angaben der Stadt Bremerhaven soll die im April beschäftigte und danach abgebaute Drehbrücke zum Überseehafen vorübergehend durch eine Fähre ersetzt werden.

Das hat nach Medienberichten der Senat beschlossen. Die provisorische Lösung werde in den kommenden Jahren insgesamt rund 5,3 Millionen Euro kosten. Geplant sei, ein Fährschiff als Ponton in den Verbindungskanal zu legen. Über diese Behelfsbrücke könne dann der Werksverkehr täglich acht Stunden lang auf die jeweils andere Uferseite übersetzen. In der übrigen Zeit mache die Fähre Platz, damit der Schiffsverkehr passieren könne. Diese provisorische Lösung sei laut Senatorin Claudia Schilling (SPD) wichtig für die Firmen auf der Columbusinsel. Für die Planung einer neuen Brücke hat der Senat zunächst 2 Mio Euro zur Verfügung gestellt.

Die Drehbrücke vor der Nordschleuse war die größte Eisenbahndrehbrücke Deutschlands. Sie bildete ein wichtiges Bindeglied der Eisenbahnstrecke zum Columbusbahnhof und entstand 1928 bis 1930 im Zuge der groß angelegten Hafenerweiterungsmaßnahmen. Das aus Stahl gefertigte und genietete Brückenbauwerk besaß eine Länge von 111,9 Metern, zwei Schienenstränge, eine zweispurige Straße und einen Fußgängerüberweg und konnte in etwa sieben Minuten gedreht werden, um Autotransporter oder Reparaturschiffe der Lloyd-Werft durchzulassen.

Drehbrücke – Bremerhaven.de

Fähre soll kaputte Brücke im Bremerhavener Überseehafen ersetzen – buten un binnen

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