Berlin/Düsseldorf: Technikgeschichte für die Technik von morgen – VDI sucht Preisträger für den Conrad-Matschoß-Preis

„Technikgeschichte erklärt, warum bestimmte technische Wege beschritten wurden und eröffnet so auch Möglichkeitskorridore für die Technik von morgen“ – so erläutert Prof. Dr. Heike Weber (TU Berlin), Vorsitzende des VDI-Ausschusses Technikgeschichte, das Potential der Beschäftigung mit Technikgeschichte. Herausragende technikhistorische Arbeiten würdigt der VDI nach eigenen Angaben alle zwei Jahre mit dem von ihm ausgeschriebenen Conrad-Matschoß-Preis.
Der VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. lädt zum siebten Mal zu Einreichungen für den Conrad-Matschoß-Preis für Technikgeschichte ein. Dieser ist mit insgesamt 4.000 Euro dotiert und prämiert mit je 2.000 Euro Preisgeld zwei Ausrichtungen: die populärwissenschaftliche Vermittlung von Technikgeschichte sowie die fachwissenschaftliche Erarbeitung neuer Erkenntnisse. Die Preisvergabe und Ehrung findet während der Technikgeschichtlichen Tagung des VDI im Februar 2021 in Berlin statt, die diesmal anlässlich des 150. Geburtstages von Conrad Matschoß unter dem Motto “150 Jahre Conrad Matschoß – Technikgeschichte für die Gegenwart“ steht.

Mit dem Conrad-Matschoß-Preis will der größte Ingenieurverein Europas das Interesse für Technikgeschichte stärken, Beiträge zur besseren Verständlichkeit der Technikgeschichte fördern und die technikhistorische Forschung unterstützen. Der Preis zielt darauf, die historische Analyse und Darstellung von Technik, Industrie und Ingenieurwesen zu fördern, deren historische Entwicklung im Kontext von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt zu verstehen und solche technikhistorischen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu erschließen. Es sollen hervorragende technikgeschichtliche Arbeiten ausgezeichnet werden.

Zum einen sollen populärwissenschaftliche Darstellungen einem weiten Rezipientenkreis technikhistorische Fragen und ihre Relevanz näherbringen, zum anderen fachwissenschaftliche Arbeiten innovative Beiträge zur Disziplin leisten.

Bewerben können sich Personen aus der Forschung und Lehre an Hochschulen, in Museen und in der Denkmalpflege ebenso wie aus dem Journalismus und dem Ingenieurwesen. Die ausgezeichneten Arbeiten müssen den Standards der Wissenschaft und ihres Genres genügen und in der fachlichen und publizistischen Qualität überzeugen. Prämiert werden deutschsprachige Schriften (z. B. wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten, umfassende Dokumentationen), Fernseh- und Videoproduktionen sowie Hörfunkbeiträge und Audio-Features, die seit dem 16. September 2018 entstanden und zum Zeitpunkt der Bewerbung veröffentlicht sind.

Der Umfang der Arbeiten darf in der Regel 400 Seiten, bei Film- und Tonbeiträgen 90 Minuten Spiel-dauer nicht überschreiten. Jedem Beitrag müssen eine Kurzfassung von maximal zwei Seiten, ein beruflicher Lebenslauf und eine Erklärung beigefügt werden, dass die Arbeit vom Verfasser stammt. Schriftliche Arbeiten müssen in zwei ausgedruckten Exemplaren sowie auf einem elektronischen Datenträger eingereicht werden.

Bei prämierten Arbeiten räumen die Bewerber*innen dem VDI das Recht ein, Teile der Arbeit unter Nennung der Autor*innen öffentlich vorzustellen. Vorschläge oder Eigenbewerbungen sind bis zum 15. September 2020 erbeten.

Weitere Informationen und Bewerbung:
VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.
c/o Fritz Neußer – Netzwerk Technikgeschichte –
VDI-Platz 140468 Düsseldorf
Tel. 0211/6214 – 205
E-Mail: technikgeschichte@vdi.de

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag