München: Das Deutsche Museum erhält für die Generalsanierung vom Freistaat und vom Bund weitere 300 Millionen Euro

In einer Sitzung zu später Stunde hat der Haushaltsausschuss des Bundestages in der Nacht zum 15. November 2019 beschlossen, weitere Mittel in Höhe von weiteren 150 Millionen Euro für die Modernisierung des Deutschen Museums bereitzustellen. Wie das Museum weiter mitteilte, stockt parallel dazu auch der Freistaat Bayern als Zuwendungsgeber seinen Anteil für die Zukunftsinitiative in gleicher Höhe auf – also auf knapp 750 Mio Euro. „Wir freuen uns sehr über diese Neuigkeiten. Das ist ein Meilenstein für unser Jahrhundertprojekt. Und wir danken allen Beteiligten für dieses Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung gegenüber der Institution Deutsches Museum“, sagte Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums…

In diesem Jahr war offenbar geworden, so das Museum weiter, dass sich die Ziele des Projekts mit den ursprünglich zugesagten Mitteln nicht verwirklichen lassen. Überproportionale Preissteigerungen im Baugewerbe, unvorhersehbare Mängel in der Bausubstanz und Schwierigkeiten beim Bauen im denkmalgeschützten Bestand hatten das Deutsche Museum mit erheblichen Kostensteigerungen belastet. Hinzu kam in diesem Frühjahr die Insolvenz des beauftragten Architekturbüros, die dem Museum erhebliche Verzögerungen und Mehrkosten bescherte. Das vorhandene Budget von 445 Millionen Euro hätte somit nicht mehr gereicht, um nach Fertigstellung des ersten Realisierungsabschnittes auch den zweiten Teil des Gebäudes und der Ausstellungen vollumfänglich zu modernisieren.

„Die Zusage für die zusätzlichen Mittel ermöglicht jetzt, unser Großprojekt angemessen zu vollenden“, sagt Generaldirektor Heckl erleichtert. „Sowohl der Bund als auch der Freistaat Bayern haben durch ihre Unterstützung gezeigt, wie sehr ihnen die Modernisierung des Deutschen Museums am Herzen liegt. Wir können jetzt weiterbauen und weiterplanen am Museum der Zukunft, und diese neuen Finanzierungszusagen ermöglichen es uns, Millionen von Besuchern auch in den kommenden Jahrzehnten begeistern zu können.“

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler hatte sich sowohl auf Bundesebene als auch in der Bayerischen Staatsregierung für die Bewilligung der Mittel eingesetzt. In einer eigenen Erklärung dankte er auch ausdrücklich dem Bayerischen Finanzminister Albert Füracker, dem Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag Alexander Dobrindt und MdB Alois Rainer für ihren Einsatz und ihre große Unterstützung. „Diesem Dank möchten wir uns gerne anschließen“, so Generaldirektor Heckl.

Die wichtigsten Daten und Fakten zu dem Projekt:
Ursprünglicher Finanzrahmen für das Projekt: 445 Millionen Euro (je 180 Millionen von Freistaat und vom Bund, 40 Millionen aus dem Haushalt des Deutschen Museums, 45 Millionen Euro aus Großspenden)
Baubeginn: 2015
Geplanter Fertigstellungstermin des ersten Bauabschnitts: 2021
Vollendung des Projekts: 2025
Ausstellungsfläche gesamt: rund 45 000 Quadratmeter
Gesamtfläche, auf der gebaut wird: rund 72 000 Quadratmeter
Anzahl der Dauerausstellungen, die 2021 eröffnet werden: 19

 Zum Medienbericht (Südduetsche)

Foto:

Das Sammlungsgebäude auf der Museumsinsel wird generalsaniert. Die Errichtung des blauen Verbindungsganges an der Ostflanke war in diesem Rahmen nötig, um den Zutritt zum Zentrum Neue Technologien während des ersten Bauabschnittes zu gewährleisten.

Foto: Deutsches Museum

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