Zwickau: InduCult2.0 – Europäische Industrieregionen schliessen sich zusammen

InduCult2.0 bringt Regionen jenseits der Metropolen in Mitteleuropa zusammen, die stark auf Industrieproduktion ausgerichtet sind. Die Partnerschaft entdeckt, so die Initiatoren weiter, gemeinsam die industrie-basierte Kultur dieser Regionen, um diese als attraktive Orte für Arbeiten, Leben und Erholung zu positionieren…

InduCult2.0 geht über traditionellen Denkmalschutz und museale Darstellung hinaus: Die kulturellen Qualitäten vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Industrie werden zusammengebracht und gemeinsam als eine starke Kraft genutzt. Industriekultur wird auf diese Weise ein dynamisches Konzept, das die fortwährenden Transformationen der industriellen Wirtschaft spiegelt und die Gesellschaft der Regionen aktiv formt.

Eine so verstandene lebendige Industriekultur

… bietet ein sicheres und anpassungsfähiges Fundament für die Identität der Bewohner;
… stellt einen weichen Standortfaktor dar, der Investoren und Arbeitskräfte sowie Besucher von außerhalb anzieht.

Die Partner bilden ein transnationales Lernendes Netzwerk: Mittels ausgewählter Kooperationsmethoden entwickeln sie gemeinsam Konzepte, Pilotaktionen und Strategien.

In den Regionen etablieren die Partner Fokusgruppen für lebendige Industriekultur, zusammengesetzt aus Akteuren relevanter Bereiche (Museen, Unternehmen, Schulen, Kreativszene).

Auf transnationaler sowie regionaler Ebene setzt InduCult2.0 auf Appreciative Inquiry (Wertschätzende Erkundung), einem erfolgreichen soziokulturellen Ansatz für Wandel und Innovation. Entsprechend dieser Methode baut die Partnerschaft auf dem auf, was bereits gut funktioniert, während sie die positiven kulturellen Elemente industrieller Gesellschaften (wieder-)entdeckt, entwickelt und fördert.

Schwerpunkt und Ergebnisse

Die InduCult2.0-Partnerschaft arbeitet in vier Themenfeldern:

  • Etablieren und Bekanntmachen des Konzeptes lebendiger Industriekultur in Mitteleuropa
  • Herausarbeiten von Industriekultur als zentralem Identitätstifter in Industrieregionen
  • Sicherung von Arbeitskräften und Bindung von Unternehmen durch Industriekultur
  • Fördern von Pioniergeist, Kreativität und Innovation im Umfeld der Industrie und ihrer Hinterlassenschaften.

Die Partner streben folgende Ergebnisse an:

  • Acht regionale Strategien zu Industriekultur ergänzt durch Aktionspläne
  • Eine mitteleuropäische Strategie
  • 15 Pilotaktionen
  • Ein mitteleuropäisches Netzwerk von Industriekultur-Koordinatoren
  • Eine transnationale Karte zu Industrietourismus.

Die strategischen und wissenschaftlichen Ergebnisse sollen erstmalig einen umfassenden Überblick zum Potential lebendiger Industriekultur in Mitteleuropa liefern. Pilotaktionen testen das Konzept in der Praxis und dienen als Beispiele für interregionalen Austausch.

Acht traditionsreiche Industrieregionen haben InduCult2.0 auf den Weg gebracht:

  • Landkreis Zwickau (Deutschland)
  • Stadtgemeinde Leoben (Österreich)
  • Verband der Lokalen Aktionsgruppen in der Region Karlovy Vary (Tschechische Republik)
  • Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Padova (Italien)
  • BSC – Zentrum für Wirtschaftsförderung Kranj (Slowenien)
  • Landkreis Sisak-Moslavina (Kroatien)
  • Zentrum für Wirtschaftsentwicklung der Region Opole (Polen)
  • Stebo Kompetenzzentrum für Gemeinschaftsentwicklung, Genk (Belgien)

Die Partnerregionen werden zudem von zwei wissenschaftlichen Einrichtungen begleitet, die das Konzept lebendiger Industriekultur reflektieren und bei Projektaktivitäten unterstützen:

  • Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig (Deutschland)
  • Universität Graz, Institut für Geographie und Regionalentwicklung (Österreich).

Gesamtsteuerung:
Landkreis Zwickau
Carsten Debes
Pf. 100176, 08067 Zwickau, Deutschland
carsten.debes@landkreis-zwickau.de

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit:
Stebo Kompetenzzentrum für Gemeinschaftsentwicklung
Ina Metalidis
Windekestraat 1, 3600 Genk, Belgien
ina.metalidis@stebo.be

www.inducult.eu

www.landkreis-zwickau.de/projekt-inducult2-0

InduCult2.0 wird gefördert aus dem EU-Programm Mitteleuropa (EFRE). Darüber hinaus erhält der Landkreis Zwickau projektbezogene Zuwendungen des Sächsischen Staatsministeriums des Innern.

Wir möchten Sie gern regelmäßig über Meilensteine im EU-Projekt InduCult2.0 und mit Informationen aus dem thematischen Umfeld auf dem Laufenden halten. Falls Sie in Zukunft keine InduCult2.0-Newsletter erhalten möchten, senden Sie einfach eine leere Antwortnachricht an: inducult2.0@landkreis-zwickau.de

Info-Folder: induCult2.0_deutsch

 

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