Industriekultur

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Hamburg: Internationales Symposium „Strategien für die Zukunft des neuen Deutschen Hafenmuseums“

Im Rahmen eines zweitägigen, international besetzten Symposiums wurde nach Angaben der Veranstalter die inhaltliche Ausrichtung und strategische Fragen mit ausgewiesenen Fachleuten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern diskutiert. Das internationale Symposium „Strategien für die Zukunft des Deutschen Hafenmuseums“ mit ca. 80 Experten aus Museen, Forschung, Tourismus, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verwaltung stelle einen wichtiger Baustein für die inhaltliche und konzeptionelle Entwicklung des Museums dar…

Das Symposium fand am 20. und 21. Oktober 2016 im Museum für Hamburgische Geschichte statt. Über die Inhalte wurde in den sozialen Netzwerken unter #ZukunftDEHAM berichtet. In Kürze finden Sie hier einen Zusammenschnitt

Hintergrund

„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung vom 12. November 2015 Mittel in Höhe von 120 Millionen Euro für die Errichtung eines Deutschen Hafenmuseums in Hamburg bewilligt.

In dieser Summe enthalten sind bis zu 26 Millionen Euro für die Überführung und Sanierung der Viermast-Stahlbark „Peking“ aus dem „South Street Seaport Museum“ in New York. Bei der Bewilligung der 120 Millionen Euro für dieses Projekt handelt sich um eine hundertprozentige Finanzierung durch den Bundeshaushalt.

Die zukünftigen Betriebskosten des neuen Hafenmuseums werden nach Fertigstellung von der Freien und Hansestadt Hamburg getragen. Die Federführung für die Errichtung des Deutschen Hafenmuseums liegt bei der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Für die inhaltliche Expertise zeichnet die Stiftung Historische Museen Hamburg verantwortlich.

„Das in der Planung befindliche Deutsche Hafenmuseum wird ein Museum von nationaler und internationaler Bedeutung sowie hoher touristischer Relevanz, das der herausragenden Funktion der deutschen Häfen am Beispiel des Hamburger Hafens für Geschichte und Gegenwart gerecht wird.“

“Mit dem Deutschen Hafenmuseum erhält die internationale Museumslandschaft ein für die Handels- und Wirtschaftsgeschichte des größten deutschen Hafens repräsentatives Museum, das sich neben der Entwicklung vor Ort auch mit Fragen der Globalisierung und des weltweiten Warenverkehrs beschäftigen wird.

Ein Teil der Finanzierung wird für die Überführung und Sanierung der historischen Viermast-Stahlbark „Peking“ von New York nach Hamburg verwendet. Die „Peking“ soll nach Beendigung der erforderlichen Restaurierungsarbeiten als Galionsfigur vor dem Eingang des Deutschen Hafenmuseums vor Anker gehen.

Der legendäre P-Liner repräsentiert eine wichtige Epoche der Seeschifffahrt und wird den Besuchern als Museumsschiff zur Verfügung stehen. Dieses einzigartige Ensemble wird die Historischen Museen Hamburg um einen weiteren Identifikationspunkt für das maritime Hamburg und für die Geschichte Deutschlands als Handelsnation bereichern.

Die Stiftung Historische Museen Hamburg verfügt in ihren Sammlungen bereits über mehr als 500.000 Objekte zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Hafens, anhand derer die Entwicklung des Hamburger Hafens zu einem internationalen Handelsstandort einem breiten Publikum in moderner Form nahegebracht werden kann. Bei der inhaltlichen Konzeption des Deutschen Hafenmuseums wird auf die Expertise und auf die Erfahrungen zahlreicher vorhandener Institutionen und Initiativen der Stadt Hamburg zurückgegriffen, um das Knowhow und die Vielfalt der Objekte an einem Standort zu konzentrieren.“

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