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Köln: Grossmühle aus Deutzer Hafen könnte umziehen

Die Umnutzung des rechtsrheinschen Deutzer Hafens zum innerstädtischen Wohn- und Arbeitsquartier analog zum linksrehinischen Rheinauhafen ist seit Jahren in Planung (zum Medienbericht [1]). An der Hafeneinfahrt befindet sich das markante Gebäude der Ellmühle, im Laufe der Zeit aus mehreren älteren Mühlenbetrieben zusammengewachsen…

Hiess er bisher, die Getreidemühle solle vorerst weiter in Betrieb bleiben, suchen die Eigentümer, die Firma Good Mills, nach Medienberichten nach einem Ausweichstandort und haben den weiter nördlich gelegenen Niehler Hafen ins Auge gefasst (zum Medienbericht [2]).

Galt die Frage der Denkmalwürdigkeit der Ellmühle bisher aufgrund des laufenden Betriebs nicht als dringend, rückt er nun doch in den Focus der Denkmalpfleger und Industriearchäologen. Aufgrund der mehrwöchigen Frontkämpfe entlang des Rheins im Frühjahr 1945 wurde besonders das rechte Rheinufer stark zerstört. Die dort vorhandenen Industriebauten wurden nach dem Krieg schnell und vereinfacht wieder aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Ellmühle mit ihrem mächtigen weissen Kopfbau ist seitdem das Wahrzeichen des Deutzer Hafens und markante Landmarke neben der Severinsbrücke, die den Vorhafen überspannt.

Im Juli 2016 hat der Rat der Stadt Köln nach Medienberichten den Ankauf der Ellmühle für 80 Mio. Euro beschlossen. Das Areal soll vom stadteigenen Unternehmen „moderne stadt“ entwickelt werden (zum Medienbericht [3]).