Bundesweiter Tag der Städtebauförderung – 21. Mai 2016

Der „Tag der Städtebauförderung“ findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Er geht auf eine Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund zurück. Ziel ist es, die Bürgerbeteiligung an Bauprojekten zu stärken und anhand konkreter Projekte sichtbar zu machen…

Hier finden sie eine Einführung und einen Überblick über das Gesamtprogramm

Auch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur in Dortmund nutzt diesen Tag dazu, die Öffentlichkeit für die Bewahrung und Umnutzung von Industriedenkmalen zu sensibilisieren. Sie zählt zu den „klassischen“ Empfängern von Städtebauförderungsmitteln, da ihre denkmalgeschützten, stillgelegten Industrieanlagen in der Regel in Gebieten liegen, die aufgrund des wirtschaftlichen Strukturwandels neuer Impulse bedürfen. Mit Hilfe dieser Förderungsmittel gelingt es der Stiftung, hochrangige Industrieanlagen für die Nachwelt zu bewahren und neuen Nutzungen, wie zum Beispiel Tourismus und Kultur, zuzuführen.

Zeche Radbod_Foto_Werner J. Hannappel

Ein Denkmal zum Anfassen – Führung über Zeche Radbod:
Fördergerüste sind saniert

Ein Tor öffnet sich. Nach Jahren der Absperrung wird am Samstag (21. Mai) der Zugang zu den Fördergerüsten der Zeche Radbod, Schacht 1 / 2 in Hamm-Bockum-Hövel wieder möglich. Besucher haben anlässlich des „Tages der Städtebauförderung“ erstmals Gelegenheit, Einblicke in die Sanierungsmaßnahmen an diesem bedeutenden Industriedenkmal zu erhalten und den Schächten und Fördergerüsten ganz nah zu kommen.

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, in deren Obhut sich das Denkmalensemble seit 1997 befindet, sanierte mit Mitteln der Städtebauförderung des Landes NRW in den vergangenen Jahren Fördergerüste und die komplexe Hängebankkonstruktion. Interessierte erfahren bei der kostenlosen Besichtigung und Führung über das Gelände, die zwischen 15 und 17 Uhr angeboten werden, Wissenswertes über die Maßnahmen und ihre Hintergründe. Die Zeche Radbod wurde als symmetrische Doppelschachtanlage errichtet. Über Schacht 1 und 2 entstanden 1905/1906 „Deutsche Strebengerüste“ der Bauart Klönne und galten als moderne, technische Errungenschaft. Denn sie hatten den Vorteil, dass sie sich wegen einer Dreigelenk-Rahmenkonstruktion an Bergsenkungen anpassen konnten. Die denkmalgeschützten Maschinenhäuser stammen aus derselben Zeit. Die Zeche Radbod wurde 1990 stillgelegt und hat die Entwicklung der Stadt Hamm entscheidend mitgeprägt.

Tag der Städtebauförderung 2016 auf der Zeche Radbod

Besichtigungen und Führungen im Zeitraum von 15.00 Uhr – 17.00 Uhr
Treffpunkt zu den Führungen: Fördermaschinenhaus 1

Der Eintritt ist frei.

Adresse: Zeche Radbod Schacht 1 / 2, An den Fördertürmen, Hamm-Bockum-Hövel

Bild mit freundlicher Genehmigung von Werner J. Hannappel
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