Köln: Rückkehr von Künstlern auf das Clouth-Areal gescheitert?

Nach jahrelangem Tauziehen war ein Grossteil des von der Stadt Köln erworbenen Fabrikareals in Köln-Nippes abgebrochen worden (wir berichteten). Die im Verein „Cap Cologne“ organisierten, dort ansässigen Künstler, darunter „Bananensprayer“ Baumgärtel hofften zunächst auf eine Rückkehr…

Nun sind nach Medienberichten die Verhandlungen zwischen Verein und dem Entwickler moderne stadt abgebrochen worden. Nachdem zunächst eine Erbpacht-Konstruktion vorgesehen war, sollten Kauf und Umbau einer der wenigen erhaltenen historischen Gebäude auf dem Areal die Künstler nun 5 Mio Euro kosten. Die habe man nicht fristgerecht aufbringen können.

Inzwischen leuchtet die Banane mit einem Bundesadler (oder ist es die Rückseite eines „Heiermanns“?) am Kraftwerk im Köln-Dellbrücker Leskanpark, wo Baumgärtel ein „Interimsquartier“ bezogen hat. Andere Künstler sind in leerstehende KHD-Bauten an der Deutz-Mülheimer Strasse gezogen. Wie lange sie dort bleiben können, hängt aber auch hier von den Plänen der Eigentümer und Investoren ab.

Künstler nur als geduldete Zwischennutzer? Das reiche für eine selbstbewusste Kunstmetropole wie Köln nicht, ist des Öfteren zu hören. Gerade in industriellen Baubestände fänden sie jene räumlichen Ressourcen, die auch für wenig einträgliches kreatives Schaffen möglich seien. Und anderswo würden Künstler längst als wichtige soziale Katalysatoren und Pioniere erkannt und eingesetzt.

Medienbericht

Zum Cap Cologne-Projekt Halle 29

moderne stadt-Projekt Clouth

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