Wuppertal: Resolution zum Elberfelder Bahnhof verabschiedet

Im Rahmen der Tagung „Industriekultur – Düsseldorf und das Bergische Land (wir berichteten) wurde mit großer Mehrheit eine Resolution zum Umgang mit dem ehemaligen Elberfelder Bahnhof, jetzt Hauptbahnhof Wuppertal, verabschiedet. Im Rahmen der Umgestaltung des Döppersberg-Areals soll der 1847 fertiggestellte Bahnhof eine neue Erdgeschoss-Gestaltung erhalten…

hbf1850

Die Tagung fand am 27. und 28. Dezember 2014 im Historischen Zentrum/Museum für Frühindustrialisierung statt. Der Bahnhof Elberfeld gilt als ältester erhaltener Großbahnhof der deutschen Eisenbahn. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war das Erdgeschoss, über dem ein monumentaler Säulenportikus aufragt, umfassend erweitert und nach dem Zweiten Weltkrieg nochmals neu gestaltet worden. Der Bahnhof bildet mit dem Hauptverwaltungsgebäude der ehemaligen Bergisch-Märkischen Eisenbahn (später Reichbahndirektion Elberfeld) ein beeindruckendes Ensemble.

Im Rahmen der Neugestaltung des Döppersberg-Areals zwischen dem Bahnhof und der 12 m niedriger liegenden Elberfelder City soll das Areal, das zudem von einer Schnellstraße durchschnitten wird, nun neu gestaltet werden. Da das Gelände nicht bis auf die Höhe des ehemaligen Erdgeschossbodens abgesenkt werden kann, und zudem die modernen Substruktionen des Bahnhofsgebäudes aus Kostengründen erhalten bleiben müssen, steht die Entscheidung über eine Neugestaltung des Erdgeschosses an.

Wuppertal VT Doeppersberg

Die Resolution fordert eine sachliche und offene Diskussion, die auch das Gesamtensemble, sowie den Erhalt und die angemessene Wiederherstellung der übrigen Fassaden umfasst, die anders als die von der Stadt Wuppertal verantwortete Sanierung der Eingangsfassade von der Deutschen Bahn zu tragen ist.

Zum Text der Resolution hier

 

Medienbericht

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