Köln: Gleisaustausch auf der Hohenzollernbrücke führt zu großen Engpässen im Bahnverkehr

Neue Gleise auf der Hohenzollernbrücke führen nach Angaben der Deutschen Bahn ab März 2014 zu umfangreichen Störungen des Bahnverkehrs an diesem europäischen Nadelöhr…

­Unter anderem halten viele Züge nicht im Hauptbahnhof, sondern linksrheinisch in Köln-Deutz. Andere Strecken wurden geteilt, damit jeweils ein Drittel der sechs Gleise gesperrt werden kann. Seit Ende der 1980er Jahre führen insgesamt drei Brückenzüge mit je zwei Gleisen in der Achse des Kölner Domes über den Rhein; davon ist ein G­leispaar jedoch dem S-Bahn-Verkehr vorbehalten. Seit dem Bau der Dombrücke im Jahre 1855-59 hat sich Köln zum wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt im Westen Deutschlands entwickelt; spezielle ICE-Hochgeschwindigkeits-Strecken verbinden die Domstadt mit Frankfurt sowie über Brüssel mit Paris und London. Ausserdem bildet Köln den Eckpunkt für den Verkehr zwischen dem Ruhrgebiet, Düsseldorf, Aachen und dem Rhein-Main-Raum. Die auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückgehende Verkehrsführung durch die Kölner In­nenstadt und auf Ringbahnstrecken um die in den 1880er Jahren gebaute Neustadt führt zu einer starken Präsenz und auch Belastung durch die Bahn in Köln. Eine Verlegung des Hauptbahnhofs scheiterte jedoch zuletzt bei den Wiederaufbauplanungen nach dem 2. Weltkrieg. Neben der 1907-1911 errichteten und nach 1945 wieder aufgebauten Hohenzollernbrücke führt in Köln nur die zweigleisige, ebenfalls bereits 1906-09 errichtete Südbrücke über den Rhein, die normalerweise dem Güterverkehr vorbehalten ist. Der geplante Bau einer weiteren Eisenbahnbrücke im Norden der Stadt wurde nie realisiert. So stellt die Hohenzollernbrücke als Nadelöhr heute nach Meinung von Verkehrsfachleuten ein Musterbeispiel für mangelnde Investitionen in ein sicheres und belastbares Eisenbahnnetz dar

Medienbericht spiegel.online

Medienbericht Kölner Stadtanzeiger

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