Recklinghausen: Vortrag zur Elektromobilität in der Reihe “Energievisionen”

­Bereits 1881 wird auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris das erste Elektroauto der Welt vorgestellt. Auf dem um die Jahrhundertwende entstehenden Automobilmarkt in Europa und den USA können sich Elektrofahrzeuge einen erstaunlich hohen Anteil sichern, denn der elektrische Antrieb ist konkurrierenden Antriebsarten zunächst technisch überlegen. Ab 1910 beginnt sein Niedergang: Die benzingetriebenen Fahrzeuge setzen sich immer mehr durch. Als Reaktion auf die drohende Ölknappheit und den Klimawandel hat die Bundesregierung beschlossen, die Weiterentwicklung des Elektroautos, das als besonders umweltfreundlich gilt, massiv zu fördern. Zwei Millionen Elektrofahrzeuge sollen im Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen fahren – ein ehrgeiziges Ziel und eine Herausforderung für Forschung und Industrie. Hanswalter Dobbelmann stellt in seinem Vortrag zunächst die Geschichte des Elektroautos vor. Anschließend wird Steffen Eccarius einen Überblick über den derzeitigen Stand der Elektromobilität in Deutschland geben und einen Ausblick in die Zukunft wagen. Besonders berücksichtigen wird er dabei die Entwicklungsarbeit von RWE.

Hanswalter Dobbelmann M.A. ist Leiter des Umspannwerks Recklinghausen – Museum Strom und Leben. Dr. Steffen Eccarius arbeitet als Referent bei der RWE Effizienz GmbH im Bereich E-Mobility in Dortmund.

Die Vortragsreihe "Energievisionen" widmet sich aus unterschiedlichen Blickrichtungen früheren und gegenwärtigen Energievisionen: Wir befinden uns inmitten einer Energiewende. Das fossile Zeitalter nähert sich seinem Ende, den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Doch Energiewenden hat es immer gegeben: Zu Anfang der Industrialisierung wurde die Steinkohle zum wichtigsten Energieträger und verdrängte in vielen Bereichen die bis dahin genutzten Naturkräfte wie Wind, Wasser und Muskelkraft. Im 20. Jahrhunderts begann der Siegeszug von Öl und Strom. Erst die Entwicklung von Kraftstoffen auf Erdölbasis ermöglichte die Massenmobilität unserer Zeit und die Elektrizität durchwirkt heute bekanntlich sämtliche Lebensbereiche. Mit der Kernkraft glaubte man zudem eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle zur Stromerzeugung gefunden zu haben. Immer schon war Energie ein entscheidender Faktor im Prozess gesellschaftlichen Wandels. Energiewenden wurden daher auch stets von Visionen begleitet. Die Visionen gaben den sich anbahnenden grundlegenden Veränderungen im Leben der Menschen eine Richtung – zum Positiven. Man glaubte, mit neuen Energiequellen den herrschenden Energiemangel überwinden und zu einem Energieüberfluss gelangen zu können. Neue Energien sollten wachsenden Wohlstand und steigende Lebensqualität für alle bringen. Gegenwärtige Visionen beziehen sich auf die künftige Rolle der erneuerbaren Energien. Sie verknüpfen die alten Ziele, die für weite Teile der Weltbevölkerung nach wie vor aktuell sind, mit einem neuen: Es ist die Hoffnung und Erwartung, die natürlichen Ressourcen zu schonen und den fortschreitenden Klimawandel aufhalten zu können.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Umspannwerk Recklinghausen – Museum Strom und Leben
Uferstraße 2-4
45663 Recklinghausen
02361-9842216

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