Industriekultur

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­Gießen/Berlin: Lahn bleibt Bundeswasserstraße

­Viele Vereine, die die Lahn für Wassersportaktivitäten nutzen, hatten sich besorgt an ihren Bundestagsabgeordneten gewandt. Auch Anbieter von Tourismusangeboten um die Lahn hatten Sorge, dass ihnen die Geschäftsgrundlage entzogen wird, wenn der Fluss sich selbst überlassen worden wäre. Die Lahn werde künftig innerhalb der Neuklassifikationen der Bundeswasserstrassen nach Verkehrsnutzung als „sonstige Wasserstraße“ geführt.

Das Bundesverkehrsministerium will nun zusätzlich in Zusammenarbeit mit den Ländern ein Wassertourismuskonzept erarbeiten, von dem wiederum die Lahn profitieren könnte.
Helge Braun dazu abschließend: „Ich bin froh, dass Minister Ramsauer die wirtschaftliche Bedeutung der Lahn für die Region würdigt, auch wenn hier kein überregionaler Frachtverkehr stattfindet. Dafür danke ich ihm."

Die Lahn wurde ähnlich wie die Ruhr ab dem frühen 19. Jahrhundert bis Gießen schiffbar gemacht; zahlreiche historische Schleusen und Wehre sowie Industriebetriebe und Gruben an seinen Ufern zeugen davon. Höhepunkt ist der in Deutschland einmalige Schiffahrtstunnel in Weilburg. Durch den Statuserhalt bleibt weiterhin der Bund verantwortlich für die Instandhaltung auch der historisch bedeutenden Anlagen. ­