Internationaler Museumstag in den NRW-Industriemuseen und darüber hinaus…

­LVR-Industriemuseum

Die Schauplätze des LVR-Industriemuseums bieten ein buntes Programm. Der Schauplatz Bergisch Gladbach lockt ab 14 Uhr mit der Führung "Von der Papiermühle in die Fabrik, vom Luxusgut zum Massenprodukt". Um 15 Uhr heißt es dann Kinder führen Kinder durch die Ausstellung "Guck mal! Bilderbücher vom Struwwelpeter bis zum Grüffelo".

Am Schauplatz Oberhausen beginnt um 14.30 Uhr die Führung durch die St. Antony-Hütte und den Industriearchäologischen Park.

Der Schauplatz Ratingen veranstaltet ein großes Kinderfest unter dem Motto "Spiel und Spaß mit Baumwolle". Auf der Wiese vor dem Herrenhaus Cromford darf nicht nur gepicknickt werden, dort gibt es auch viele Mitmach-Aktionen für kleine und große Besucher: Verkleiden mit historischen Kostümen, ein Baumwollspinner-Spiel und vieles mehr stehen auf dem Programm.

Am Schauplatz Engelskirchen begeben sich Eltern und Kinder auf eine spannende Forschertour durch das Museum. An sieben Stationen gilt es zu experimentieren und knifflige Aufgaben zu lösen. Am Ende winken pfiffigen Familien eine kleine Belohnung und eine Urkunde.

Der Schauplatz Euskirchen lädt Kinder ab fünf Jahren ein zu einer Puppenführung durch die Tuchfabrik mit dem Figurentheater Spielbar. Die Handpuppen, Marionetten und Schattenspiele lassen den Arbeitsalltag in der Fabrik auf überraschende und phantasievolle Weise wieder lebendig werden.

LWL-Industriemuseum

Auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am 35. Internationalen Museumstag (Sonntag, 20.5.) in seine Museen zu besonderen Veranstaltungen ein.

Freien Eintritt gewähren dabei das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum, das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund, das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis), das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis), LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop (Kreis Recklinghausen), das LWL-Textilwerk in Bocholt (Kreis Borken), das LWL-Ziegeleimuseum Lage (Kreis Lippe) und das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke). Die Museen bieten unter anderem Handwerksmärkte, Mitmachaktionen, eine Fahrradtour und besondere Führungen durch ihre Ausstellungen an.

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum
Am Internationalen Museumstag hat das LWL-Museum von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Um 15 Uhr startet für die jüngeren Besucher die Natur-Tour "Kohle, Kröte, Königskerze". Rund um das ehemalige Bergwerk können Jungen und Mädchen ab sechs Jahren Tiere und Pflanzen entdecken. Die durch den Bergbau hervorgerufenen Bodenbewegungen haben Halden und Bergsenkungsgebiete entstehen lassen, die sich zu besonderen Lebensräumen für viele, zum Teil seltene Arten entwickelt haben. Manche sind Exoten: Sie kamen mit Rohstoffen aus fernen Ländern ins Revier. Anmeldung erwünscht unter Tel. 0234 6100-874.
Außerdem gibt es um 12 und 15 Uhr je eine Erlebnisführung zur wechselhaften Geschichte der ehemaligen Krupp-Zeche. Die Reise führt von den Anfängen der Zeche Hannover in den 1840ern Jahren bis zur Hochphase der Großzeche Hannover/Hannibal Ende des 19. Jahrhunderts. Beim Gang auf den Malakowturm und der Schauvorführung der Fördermaschine können die Besucher die technischen Innovationen der damaligen Zeit hautnah erleben und sehen, dass die damaligen Erfindungen auch im heutigen Lebensalltag noch eine Rolle spielen.
LWL-Industriemuseum Zeche Hannover,Günnigfelder Straße 251, 44793 Bochum-Hordel, Tel.: 0234 6100-874, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund
Am Internationalen Museumstag gibt das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund um 15 Uhr Einblicke in die Restaurierungsarbeiten der Maschinenhalle, dem Juwel der Industriekultur. Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus erläutert den Teilnehmern Wissenswertes zur Geschichte der Halle und zum Stand der Arbeiten. Die Teilnahme ist kostenlos.
Außerdem ist die Sonderausstellung "Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg", für Besucher zugänglich. Die Ausstellung erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945. Die präsentierten Exponate und Fotos ermöglichen es, das rassistisch definierte Verhältnis zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern auszuloten – mit allen Handlungsspielräumen, die sich den Men¬schen boten. Die chronologisch gegliederte Schau stellt Bezüge zu Städten und Branchen Westfalens und des Ruhrgebietes her und verweist auch auf konkrete Beispiele der Zwangsarbeit im Großraum Dortmund.
Der Eintritt ist frei.
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Grubenweg 5, 44388 Dortmund-Bövinghausen, Tel.: 0231 6961-111, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten
Um 11.30 Uhr und 15 Uhr starten im LWL-Museum kostenlose Führungen durch die Sonderausstellung "Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen". Die beweglichen Maschinen und genialen Apparate lassen die Ideen des Künstlers und Ingenieurs Leonardo da Vinci lebendig werden.
Auf eine Reise in 350 Millionen Jahre Erdgeschichte begeben sich Besucher in der interaktiven Führung "Alles aus einem Berg". Große und kleine Teilnehmer entdecken auf der Tour die Geologie des Zechenstandorts unter und über Tage. Die Themenführung startet um 14.30 Uhr.
Die Teilnahme an den Führungen und der Eintritt ins Museum sind frei.
Wer Industriekultur der besonderen Art erleben will, kann sich noch zum MontanTicketRuhr anmelden. Von der Wittener Zeche Nachtigall mit dem Besucherbergwerk Nachtigallstollen geht die geführte Tour zur Henrichshütte Hattingen, wo Besucher den Metallgießern bei der Arbeit zuschauen. Die historischen der Bahnen der Muttentalbahn und der Ruhrtalbahn bringen die Teilnehmer durch das grüne Ruhrtal. Das MontanTicket Ruhr startet um 11 Uhr am Parkplatz Nachtigallstraße in Witten. Anmeldung und Informationen unter Telefon: 0208-309983010. Kosten: Erwachsene zahlen 17,50 Euro, Kinder 10 Euro. Die Familienkarte kostet 40 Euro.
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall, Nachtigallstraße 35, 58452 Witten
Tel.: 02302 93644-10, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Auch das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen und sein Förderverein haben ein besonderes Programm für den Internationalen Museumstag zusammengestellt. Der LWL lädt dazu von 11 bis 17 Uhr ein. Der Eintritt ist frei.
Der Festtag beginnt um 11 Uhr mit der Eröffnung der Sonderausstellung "Damokles träumt" in der Übergabestation des Industriemuseums. Die Arbeiten der beiden Künstlerinnen Angela Schilling und Mercedes Neuss haben Messer und Schwerter in verblüffende Kunstobjekte verwandelt.
Um 12 Uhr folgt die Eröffnung der zweiten Ausstellung mit dem Titel "Philosophie des Lineals" in der Schaugießerei. Mitarbeiter des LWL-Museums und der Schaugießerei haben sich in ungewohnter Weise künstlerisch betätigt und präsentieren ihre Objekte.
Um die "Welt im Wandel" geht es auch in dem tagfüllenden Filmprogramm "Alles neu". Ob Luther oder Leonardo, Kopernikus oder Kolumbus – sie alle haben dem irdischen Leben mit ihren Erkenntnissen eine neue Richtung gegeben. In Dokumentationen und Filmen können sich Besucher den ganzen Tag davon überzeugen. Führungen runden das Programm ab: 11.30 Uhr Sonntagsspaziergang übers Museumsgelände, 11.30 Uhr und 15 Uhr Führung durch die Sonderausstellung "Leonardo da Vinci – Bewegende Erfindungen", 14.30 Uhr Ratten-Kinderführung, 14.30 Uhr, 15.30 Uhr, 16.30 Uhr Führung durch den Luftschutzstollen.
Der Förderverein bietet verschiedene Aktionen für Kinder in der Schaugießerei an. Mit dabei sind auch die Treckerfreunde aus Bochum Sundern. Sie zeigen ihre historischen Fahrzeuge auf dem Außengelände des LWL-Museums.
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen, Werksstraße 31 – 33, 45527 Hattingen
Tel.: 02324 9247-140, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop
Im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg Hattingen in Waltrop (Kreis Recklinghausen) startet um 10 Uhr eine Fahrradtour für die ganze Familie. Die Route führt am Kanal entlang zu den Steverauen. Die Strecke ist 38 Kilometer lang. Die Teilnehmer sollten einen Picknickkorb und, wenn vorhanden, ein Fernglas mitbringen. Die Teilnahme kostet 12 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich unter Telefon: 02363 97070.
Auch ein Ausflug ins LWL-Museum lohnt sich. Bei freiem Eintritt können Besucher die beiden aktuellen Sonderausstellungen "Kaiser, Kohle und Kanal in 3D" mit Stereofotografien von 1900 bis heute sowie die Fotoschau "Welterbe am Wasser" im Laderaum der Ostara ansehen.
Bei schönem Wetter lockt außerdem der neue Wasserspielplatz am Oberwasser.
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Am Hebewerk 2, 45731 Waltrop
Tel.: 02363 97070, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt
Den vollen Einsatz aller Familienmitglieder verlangt eine Meisterprüfung, die das LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt "abnimmt". Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt ab 15 Uhr in der Weberei zu einer Rallye mit kniffligen Fragen und in der Spinnerei zu Expertenführungen ein, die den Wandel in der Textilbranche verdeutlichen. Dabei erfahren die Besucher spannende Geschichten aus vergangenen Arbeits- und Lebenswelten. Der Eintritt in das Museum ist an diesem Tag frei.
Das Erkundungsspiel, das pro Familie 8 Euro kostet, führt Kinder, Eltern und Großeltern vom Fabrikhof aus ins Maschinenhaus, ins Kesselhaus, in den Websaal und in das Arbeiterhaus, wo sie forschend und entdeckend verschiedene Aufgaben lösen müssen.
An anderen Stellen sind Kraft, Geschicklichkeit und Kreativität gefragt, um historische Lebenssituationen nachvollziehen und meistern zu können. Wer alle Aufgaben erfolgreich absolviert, erhält den Meisterbrief. Klemens Rawie kann vieles aus seiner langjährigen Tätigkeit in unterschiedlichen Bocholter Textilunternehmen und über 15-jährigen Erfahrung als Betriebsleiter bei dem Dingdener Textilproduzenten Setex berichten. Zum Internationalen Museumstag wird der gelernte Textilveredler bei zwei Rundgängen durch die Spinnerei über den Wandel der Textilregion Bocholts sowie über damalige und heutige Arbeitsweisen und Maschinen erzählen. Um 14 Uhr führt er gemeinsam mit der Mitarbeiterin Susanne Geuchen durch die Spinnerei, um 16 Uhr nochmals alleine. Dabei steht er für Fragen rund ums Textile zur Verfügung.
LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt, Uhlandstraße 50 46397 Bocholt
Tel. 02871 216110, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum Lage
"Gut Brand!" heißt es, wenn der Ziegelmeister Viktor Keller den historischen Ringofen des LWL-Industriemuseums in Lage (Kreis Lippe) anfeuert. Bis Sonntag, 20. Mai, werden im LWL-Museum 20.000 Ziegel nach historischer Manier gebrannt. Besucher können dieses einmalige Schauspiel hautnah miterleben: Unter dem Motto "Unter Feuer" sind Interessierte eingeladen, den Brennern beim Anheizen des Ofens und bei der Arbeit auf der Ringofendecke zuzusehen.
Die Ziegel wurden im letzten Jahr im LWL-Industriemuseum hergestellt. Es handelt sich dabei um Hintermauerziegel, die zum Hausbau geeignet sind. Sie werden im Ofen bei ca. 950 Grad gebrannt und für Restaurierungen verkauft. Der Ziegelbrand endet am Internationalen Museumtag traditionell mit einem großen Fest. Von 10 bis 18 Uhr wartet ein buntes Programm auf die Besucher: die kleinen Gäste können an der Museumsrallye teilnehmen und um 11 oder 14 Uhr eine Aufführung des Zirkus "Riccolino" besuchen. Um 12 sowie 15 Uhr verblüfft Florian Edler die Kinder mit seinen Zaubertricks.
Für musikalische Unterhaltung sorgen um 11.30 Uhr und 13 Uhr "Four 2 The Bar" mit melodischen Folkrock aus dem Ruhrgebiet. Außerdem spielt um 12 Uhr Harald Kießlich französische Chansons auf seinem Akkordeon. Am Nachmittag um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr spielt die Hamburger Gruppe "Blindtext" deutschen Rock mit hintergründigen Texten. Der Eintritt ist frei.
LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum Lage, Sprikernheide 77, 32791 Lage
Tel.: 05232 94900, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen
Türen zu verborgenen Räumen, die sonst nicht für Besucher zugänglich sind, öffnet der LWL am internationalen Museumstag in seinem Industriemuseum Glashütte Gernheim.
Um 13, 15 und 16.30 Uhr starten Führungen durch das "Herrenhaus", das ehemalige Wohnhaus der Gernheimer Fabrikanten.
Auch den Dachboden und den heutigen Heizungsraum besichtigen die Teilnehmer. Bei der Führung erfahren die Gäste Interessantes über die geplante Erweiterung der Dauerausstellung und sehen Dinge, die während der Instandsetzung zwischen 2000 und 2005 entdeckt wurden. Pro Führungstermin können maximal zehn Personen teilnehmen.
In den beiden aktuellen Sonderausstellungen können Besucher hochwertige, historische Schwarz-Weiß-Bilder sehen, die der Industriefotograf Albert Renger-Patzsch für den Glashersteller Schott aufnahm. Das Fotoforum Minden zeigt Arbeiten zum Thema "Plakativ". Am Internationalen Museumstag laufen auch die Schauvorführung am Glasofen. Die kostenlose Sonntagsführung durch das gesamte Museum beginnt um 11 Uhr.
Der Eintritt am Internationalen Museumstag ist frei.
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim, Gernheim 12, 32469 Petershagen
Tel.: 05707 93110, http://www.lwl-industriemuseum.de

LWL-Freilichtmuseum Hagen
Im LWL-Freilichtmuseum Hagen wird am Internationalen Museumstag die Sonderausstellung "schneller, besser, billiger" eröffnet. Handwerker standen der Frage gegenüber, ab wann es sich wirtschaftlich lohnte, von der Hand- auf die Maschinenarbeit umzusteigen. Die Schau zeigt, welche Vorschläge und Bemühungen es in Handwerksberufen gegeben hat, die Arbeit zu rationalisieren. Dazu sind an einigen Stationen in der Ausstellung und im Museumsgelände die Besucher eingeladen, selbst aktiv zu werden.
Außerdem stehen ausgewählte Objekte und Produkte aus den verschiedenen Handwerksbereichen und Materialen im Mittelpunkt der Kunsthandwerkerausstellung "Handwerk-Kunst-Design".
Breits ab Samstag zeigen rund 30 Kunsthandwerker ihre zeitgenössischen Produkte und bieten diese zum Kauf an. In den Fachwerkhäusern des Museums und draußen an den Ständen gibt es vieles zu sehen, unter anderem Textil- und Lederarbeiten, Schmuck, Holz- und Steinskulpturen und Keramik sowie ungewöhnliche Papierarbeiten und Kalligraphie. Die Besucher können sich die Machart und Techniken von den Kunsthandwerkern erklären lassen. Das LWL-Freilichtmuseum als Landesmuseum für Handwerk und Technik möchte mit dieser Ausstellung eine Brücke von den historischen zu den heutigen Handwerkskünsten schlagen. Eintritt: Erwachsene 7 Euro, Kinder 2 Euro, Familien 15 Euro.
LWL-Freilichtmuseum Hagen, Mäckingerbach, 58091 Hagen
Tel.: 02331 78070, http://www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

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