Industriekultur

Magazin für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte

­Rüsselsheim / Bad Homburg: Ausstellungen rund um „150 Jahre Opel“

Unter anderem erinnern zwei recht unterschiedliche Ausstellungen 2012 an die Unternehmensgeschichte und die Automobilproduktion.

Die „Central Garage“ in Bad Homburg, privates Automobilmuseum, zeigt seit dem Ab dem 18. Januar 2012 "150 Jahre Opel. Die Adam Opel AG“. Ab 18. Januar 2012 zeigen wir zum 150-jährigen Jubiläum eine Ausstellung über Opel.
Die Central Garage präsentiert nach eigenen Nagaben die spannende Geschichte eines Unternehmens ihrer Region ein Jahr lang mit wechselnden Szenen.
„Die Adam Opel AG ist ein Unternehmen, das im Laufe seiner Geschichte große Teile der technischen Entwicklung mit bestimmt hat. 1862 begann es mit Opel Nähmaschinen für Haus und Gewerbe. Fahrräder, Motorräder, Nutzfahrzeuge folgten. 1928 ist Opel der größte Fahrzeughersteller in Deutschland. Unter der Regie von GM erlebte Opel erfolgreiche Zeiten, hatte aber auch Durststrecken zu überstehen. Wir zeigen keine konsequente Abfolge der Firmengeschichte, sondern gestalten Themeninseln. Zu Beginn können Sie Szenen wie einen historischen Fahrradladen, frühe Opel-Autos, Opels der 1930er Jahre, Opel GT, Opel Rallye-Sport sehen. Auch Alltags-Oldtimer, die noch weitgehend bekannt sind. Der Raum Boxenstopp neben "homburgmodell" präsentiert Opel-Motorsport.  Einen Streifzug durch die Ausstellung hier 
Das Museum ist geöffnet Mittwoch bis Sonntag,jeweils 12:00 – 16:30 Uhr, auch an Feiertagen Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende für einen guten Zweck gebeten.

Das Museum der Opel-Stadt Rüsselsheim, einst am Beispiel des lokalen Unternehmens Vorreiter der Darstellung industriegeschichtlicher Zusammenhänge, zeigt schon seit einer Weile die Ausstellung „Wo bleibt die Arbeit? – Eine Ausstellung rund um die Fabrik“ 

Buchstäblich rund um das riesige Areal des Opelwerks im Modellformat dreht sich nach Angaben des Museums diese Sonderausstellung des Stadt- und Industriemuseums und dabei zugleich um das Thema Arbeit. Wie hat sie sich verändert, seit der Wandergeselle Adam Opel von seiner Reise aus Paris zurückkam? Vor etwa 150 Jahren erreichte die industrielle Revolution Rüsselsheim. Unablässig wandelten sich seitdem die Bedingungen, unter denen Nähmaschinen, Fahrräder, Autos und Konsumgüter in Friedenszeiten, aber auch Kriegsgerät für die Rüstung des nationalsozialistischen Deutschland entstanden. Während die Produktion enorm anstieg, wurde die Arbeit im Werk zunehmend „unsichtbar“. Die aktuelle Entwicklung beschreitet den Weg zur „schlanken Produktion“. Weitere Teile des raumgreifenden Werkes nutzt die „Fabrik auf Diät“ nicht mehr, so dass deren Umnutzung diskutiert wird. Aus dem historischen Zentrum der Automobilfabrik soll das neue Herz der Rüsselsheimer Innenstadt werden. Das Stadt- und Industriemuseum zeichnet in seiner Ausstellung die Entwicklung von der Werkstatt zur Fabrikstadt und schließlich zur „Neuen Fabrik“ nach.
Die Sonderausstellung ersetzt bis zur Neueröffnung des Südfügels die Abteilung zur Geschichte der Industrialisierung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Öffnungszeiten: Di – Fr 9 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr, Sa und So 10 – 17 Uhr
Eintritt: Erwachsene 1,50 Euro und Kinder ab 6 Jahren 1 Euro (für das gesamte Museum).