Münster/Waltrop: Weltkulturerbe-Titel soll stillgelegtes Schiffshebewerk retten – Vortrag am 5. April 2011

­ Das weltweit letzte Schiffshebewerk mit Schwimmerhebetechnik wurde 2005 stillgelegt. Zehn Millionen Euro würde es kosten, diese „Ikone der Industriekultur“ zu sanieren und funktionsfähig zu erhalten, sagt Niewerth. So soll verhindert werden, dass das Neue Hebewerk das gleiche Schicksal erleidet wie das Alte Werk von 1899. Nachdem dieses lange Zeit brach lag, konnte es nicht mehr instand gesetzt werden. Die Pläne für den Schleusenpark und die Unesco-Bewerbung erläutert Niewerth zusammen mit dem Vorsitzenden des Fördervereins für den Erhalt des Schiffshebewerks, Jürgen Siebert, am Dienstag, 5. April, um 19.30 Uhr in der Maschinenhalle des LWL-Museums in Henrichenburg. Nach einem Vortrag wird über die Chancen des Titels diskutiert. Zukunftsvision Welterbe – Lichtbildervortrag zum Schleusenpark Waltrop im LWL-Industriemuseum Der Schleusenpark Waltrop als Welterbe – ist das nur eine fixe Idee oder eine realisierbare Zukunftsvision für das nächste Jahrzehnt? Die Beantwortung dieser Frage steht im Mittelpunkt des Lichtbildervortrags, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg am Dienstag, 5. April, um 19.30 Uhr in der Maschinenhalle präsentiert. Die Referenten, LWL-Museumsleiter Herbert Niewerth und Jürgen Siebert, Vorsitzender des Fördervereins für den Erhalt des neuen Schiffshebewerks, gehen in ihrem Referat auf die Bedeutung des Waltroper Schleusenparks ein – zwei Schiffshebewerke und zwei Schleusen aus unterschiedlichen Zeitepochen sind etwas ganz Besonderes. Die Schleuseninsel mit dem Herzstück des Alten Schiffshebewerks Henrichenburg (1899 – 1970), das heute zum LWL-Industriemuseum gehört, der alten Schachtschleuse (1914 – 1989), dem neuen Schiffshebewerk (1962 – 2005) und der neue Großschleuse (1989 – heute) bildet ein weltweit einmaliges industriegeschichtliches Ensemble, das nach Meinung der Referenten Weltkulturerbe-Qualität besitzt. Geschichte Der Vortrag beleuchtet die geschichtliche Entwicklung der Ruhrgebietskanäle und der vier Hebebauwerke. Im Mittelpunkt steht das Alte Schiffshebewerk Henrichenburg, das 1899 von Kaiser Wilhelm II. zusammen mit dem Dortmund-Ems-Kanal feierlich eröffnet wurde. Die Rettung des Hebewerks vor Abriss und Verfall durch Initiativen vor Ort und durch den LWL wird ebenso nachvollzogen wie die 20-jährige Entwicklung des Schiffshebewerks als LWL-Industriemuseum. Die unter Denkmalschutz stehende alte Schachtschleuse (1914-1989) ist aus dem Gesamtensemble ebenso nicht mehr wegzudenken wie das neue Schiffshebewerk aus dem Jahr 1962, das Ende 2005 vorläufig stillgelegt wurde. Der Förderverein für den Erhalt des neuen Schiffshebewerks setzt sich dafür ein, dass diese Ikone der Industriekultur funktionsfähig erhalten bleibt. Dieses weltweit letzte Schiffshebewerk mit Schwimmerhebetechnik darf nach Meinung der Referenten und des Fördervereins nicht stillgelegt werden. Abgerundet wird der Schleusenpark durch die neue Groß-schleuse aus dem Jahr 1989, die den Schiffsverkehr vom Schiffshebewerk zum Dortmunder Hafen alleine bewältigt. Zum Schluss des Vortrags tragen die Referenten eine Reihe von Argumenten vor, die beim Antrag für den Welterbetitel eine wichtige Rolle spielen. Während des Abendvortrages können Interessierte das kürzlich erschienene Buch "Der Schleusenpark Waltrop" (Preis 9,80 Euro) kaufen. Jürgen Siebert und Herbert Niewerth laden alle Inte-ressierten in die Maschinenhalle ein. Der Eintritt ist frei. Pressekontakt: Herbert Niewerth, LWL-Industriemuseum, Telefon: 02363 9707-0 und Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235, presse@lwl.org Anschrift der LWL-Einrichtung: LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur Am Hebewerk 2 45731 Waltrop Bildlegende: Der Schleusenpark Waltrop mit dem LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, der Alten Schachtschleuse, dem neuen Schiffshebewerk und der neuen Großschleuse ist ein in der Welt einmaliges Ensemble. Foto: LWL

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