Industriekultur

Magazin für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte

Engelskirchen/Lindlar/Leverkusen: „Nacht der Schmiedefeuer“ präsentiert verschiedene Schmiedetechniken in drei bergischen Museen

Im LVR-Freilichtmuseum Lindlar kann man dem Schmied bei seiner schweißtreibenden Handarbeit zusehen. In der original eingerichteten Dorfschmiede wurden früher Huf- und Klaueneisen sowie Pflugscharen, Beschläge und Nägel hergestellt. Feuer und Eisen gibt es auch auf dem Schmiedevorplatz zu sehen, wo in der Freiluftschmiede Werkzeuge geschärft werden. Am Stand des Fördervereins des Museums können sich die Besucher mit Imbiss und Getränken stärken. Weitere Infos: www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de

Im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer erleben die Besucher die hohe Kunst des Freiformschmiedens. Bei den Vorführungen an den historischen Arbeitsplätzen in der ehemaligen Sensenfabrik H. P. Kuhlmann Söhne wird die Herstellung von Sensen und Sicheln gezeigt. Die Reck- und Breithämmer lassen den Boden in der Schmiedehalle erzittern. Zusätzlich finden an weiteren Arbeitsplätzen in der Schmiedehalle und der Poliererei Demonstrationen aus dem Bereich der Kaltarbeiten statt: "Dengeln", "Tupfen", "Schleifen", "Polieren". Die Gäste können eigene Sensen oder Sicheln mitbringen und gegen eine Spende aufarbeiten lassen.

Als besondere Attraktion wird auf der Wiese am Stauteich bereits ab ca. 18.00 Uhr das Bereifen eines mächtigen, mehr als drei Meter langen Eichenstamms demonstriert. Dieser sog. Hammerstock soll später als "Fundament" eines Reck- oder Breithammers in der Schmiedehalle eingebaut werden.

Eine geführte Bustour startet am Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer in Richtung Lindlar und Engelskirchen, so dass die seltene Gelegenheit besteht, an einem Abend verschiedene Aspekte der historischen Schmiedetechnik kennen zu lernen.

Termin:     Freitag, 07.08.2009, 17.00 – ca. 22.00 Uhr
Treffpunkt:    Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer, Freudenthal 68, 51375 Leverkusen
Preis:        18,00 ¤, erm. 16,00 ¤, – ab 12 Jahren
Begleitung:    Wilhelm Matthies

Anmeldung – telefonisch, schriftlich oder per Email bis 02.08.2008 – bei:

Ankerpunkt Historisches Zentrum Wuppertal
Engelsstr. 10-18, 42283  Wuppertal
Tel. 0202 – 5634375; Fax 0202 – 5638027
per Mail: bergnetz@stadt.wuppertal.de

weitere Infos: www.sensenhammer.de

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Im historischen Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums Engelskirchen lebt eine fast vergessene Handwerkskunst wieder auf: Unter dem schweren, wasserbetriebenen  Hammer wird ein Stahl von ganz besonderer Qualität geschmiedet. Er wurde einst in bergischen Betrieben zu Messern, Sensen und anderen hochwertigen Werkzeugen weiter verarbeitet. Faszinierend ist es, dem Schmied bei seiner schweren Arbeit an Esse und Hammer über die Schulter zu schauen. Darüber hinaus informiert die kleine Präsentation "Heißes Eisen" über das einst in der ganzen Region verbreitete Eisen- und Stahlgewerbe. Im Hof des Oelchenshammers gibt es verschiedene Aktionen für Kinder. Auch für das leibliche Wohl ist während der Veranstaltung gesorgt. Weitere Infos: www.industriemuseum.lvr.de/schauplaetze/engelskirchen

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