Oberhausen: Von der „Wiege der Ruhrindustrie“ zu den „Feuerländern“ im Kulturhauptstadtjahr 2010

Sonderausstellung „Feuerländer – Regions of Vulcan“

Erstmals präsentiert das Museum Monumentalgemälde von namhaften Künstlerinnen und Künstlern aus Europa und den USA. Sie zeigen eindrucksvoll die bahnbrechende Entwicklung der Eisen- und Stahlindustrie von den Anfängen der Industrialisierung bis zum Strukturwandel der Gegenwart. Meisterwerke von Bonhommé bis Menzel, von Dix und Felixmüller über Picco-Rückert bis Schneider und Ritterbusch gehören zum hochkarätigen Repertoire. Die Bilder ermöglichen einen beeindruckenden Vergleich vieler „Feuerländer“, der so noch nie in Deutschland zu sehen war: Mit großer Form und grellen Farben, mit Präzision und Leidenschaft wird das Arbeiten und Leben in den Feuer speienden Stahlwerken gefeiert, beschworen und verdammt.

Zu der internationalen Ausstellung tragen die Partnermuseen des LVR-Industriemuseums in Le Creusot (Frankreich) und in Terrassa (Spanien) bei. Darüber hinaus werden sich vor allem das Westmoreland Museum in Greensburg bei Pittsburgh (USA), das Bergbaumuseum in Zabrze (Polen), das Ironbridge Museum in Coalbrookdale (England), der Geopark Sardinien (Italien) und das Gemeentemuseum Helmond in den Niederlanden beteiligen.

Laufzeit: 25. 7. bis 30. 11. 2010

Ausstellungswebsite

St. Antony – Eröffnung des industriehistorischen Parks

Mit der ersten industriearchäologischen Grabung dieser Größenordnung zur ältesten Eisenhütte im Ruhrgebiet verfügt das LVR-Industriemuseum über ein Highlight, das im Juni 2010 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Seit 2006 haben die Archäologinnen und Archäologen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland die Reste der Produktionsanlagen der „Wiege der Ruhrindustrie“ ausgegraben: Zu den spektakulären Funden gehören die Fragmente eines Hochofens und einer Gießerei. Das Grabungsgelände wird mit einem futuristisch anmutenden Stahlschalendach sowie mit einer Brücke ausgestattet. Von dort aus können Besucher einen Blick auf die Relikte der ersten Eisenhütte im Ruhrrevier werfen. Die historischen Funde werden zum Sprechen gebracht mit Bildschirmen und Informationstafeln, die die Fundstätte besuchergerecht erläutern.

Das Ensemble St. Antony, bestehend aus der begehbaren Ausgrabungsstätte und dem Museum St. Antony.Hütte wird im Kulturhauptstadtjahr 2010 zur bedeutenden touristischen Attraktion der Stadt Oberhausen.

Geplante Eröffnung: Juni 2010

 

(Achtung, Nachtrag vom 2.2.2010: Die folgende Ausstellung wurde abgesagt)

Sonderausstellung „Stadt der Guten Hoffnung“

Einen weiteren Akzent im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres setzt die Ausstellung „Stadt der Guten Hoffnung“. Auf ungewöhnliche Weise stellt sie die Stadtentwicklung Oberhausens dar, indem sie eindrucksvolle Bilder sprechen lässt. Einerseits werden in ihnen die Ausprägung des städtischen Raumes durch Industrie und Gewerbe, Architektur und Infrastruktur nachgezeichnet. Andererseits rücken sie gleichermaßen auch die Zukunftsvisionen der Menschen in den Vordergrund.

Seit der Gründung der Gutehoffnungshütte ist das Wort „Hoffnung“ in der Oberhausener Geschichte so zahlreich verwendet worden, dass daraus ein fester Beiname der Stadt wurde. So zeigt die Ausstellung Bilder, in denen verschiedenste Hoffnungen für den Betrachter nachvollziehbar werden: Hoffnung auf Arbeit wie auf Unternehmenserfolg, auf persönliches Glück und auf das Gemeinwohl. Neben den großen historischen Ereignissen und Wendepunkten soll das vielfältige städtische Leben in Bildzeugnissen eingefangen werden: Oberhausen wächst, arbeitet, baut, feiert, spielt, trauert und hofft.

Laufzeit: Anfang März bis Ende Juni 2010

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