Industriekultur

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Hagen: LWL-Freilichtmuseum Hagen plant die Zukunft bis 2020

"Die Konzeption des LWL-Freilichtmuseum Hagen ist einmalig in Europa: Es ist das einzige Freilichtmuseum, das sich ausschließlich der Geschichte von Handwerk und Technik widmet. Mit dem Museumsentwicklungsplan wollen wir den Wert des Museums sowie als erfahrungsreichen Ort sinnvoller Freizeitgestaltung stärken und es so zukunftsfähig machen", sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale.

Die Besucher sollen künftig bereits auf dem Weg vom Parkplatz zum Museumseingang unter dem Motto "Mäcki will’s wissen" vom Museumsmaskottchen, einer Katze, auf den Besuch des Museums eingestimmt werden. Um deutlich zu machen, wie sich Handwerksberufe entwickeln und neue entstehen, sollen auch jüngere Handwerke in das LWL-Freilichtmuseum einziehen. So soll das Haus Sümmern zum "Haus des jüngeren Handwerks" werden. Hier sollen Handwerke Raum finden, die sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts neu oder zu Massenhandwerken entwickelt haben wie beispielsweise der Elektriker. "Auch dadurch wird das Museum noch stärker als bislang zu einem erlebbaren Wissensspeicher und so zu einem Ort lebenslangen Lernens für Alle", so Rüschoff-Thale.

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Das Handwerk soll noch stärker erlebbar werden. Dazu plant das LWL-Freilichtmuseum beispielsweise "Anfass-Stationen", an denen die Besucher selbst aktiv werden können, ein Experimentierfeld Wasser und eine Museumswerkstatt. In diesem rund 200 Quadratmeter großen Gebäude können Besucher Erfahrungen mit verschiedenen Werkstoffen und Techniken sammeln.Den Bereich der Kleinschmieden will das Museum grundsätzlich neu ordnen: Einige der kleinen Gebäude mit ihren sehr spezialisierten Werkstätten ziehen um. Sie werden künftig den Weg vom Kleinschmiedenbereich zum Sensenhammer verkürzen. In der Nähe der Kleinschmieden entsteht ein "Informationszentrum Schmieden", in dem die Besucher audiovisuellen Informationen zum Thema Schmieden erhalten. Außerdem soll die Architekturinszenierung eines Fallhammerwerks auf die Entwicklung des Schmiedehandwerks verweisen.

Im Bereich "Druck und Papier" plant das LWL-Freilichtmuseum zwei neue Gebäude: An der Stelle der bisherigen Restaurierungswerkstatt, die in einen Neubau umzieht, entsteht ein zusätzliches Druckereigebäude, in dem eine Rotationsmaschine für den Zeitungsdruck die Besucher faszinieren soll. Das Handwerkerdorf im oberen Museumsbereich erhält eine zweite Bäckerei, um das beliebte Brot auch ausreichend für die Besucher anzubieten.

Sonderausstellungen von überregionaler Strahlkraft sollen das Museum noch bekannter machen. Sie sollen in einem Gebäude gezeigt werden, das der LWL in den nächsten Jahren bauen will und somit die Attraktivität des Museums steigern.

"Mit den zahlreichen Maßnahmen sichern wir die Kernkompetenzen des Museums und stärken seine Vermittlungsarbeit. Aufgrund seiner hohen Besuchszahlen zählt das LWL-Freilichtmuseum zu den bedeutenden kulturellen und touristischen Anziehungspunkten in Westfalen-Lippe", so Rüschoff-Thale.

Weitere aktuelle Informationen aus dem und über das Museum

(Quelle: Pressemitteilung LWL)