Niederfinow: Zum 75-jährigen Jubiläum des Schiffshebewerks Grundsteinlegung für einen Neubau

Fünfundsiebzig Jahre und zwei Tage nach der – von den Nationalsozialisten zum Festtag deutscher Ingenieurskunst stilisierten – Einweihung der Schiffshebewerkes Niederfinow wurde so an die Fertigstellung dieses außergewöhnlichen Ingenieurbaus erinnert.

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„Mit der Inbetriebnahme des Schiffshebewerks Niederfinow am 21.03.1934“ – so die WSD weiter – „fand ein Prozess seinen Abschluss, in dem Ingenieure und Architekten, Planer und Bauausführende mit Mut und Können und in ständigem Ringen um die optimale Lösung ein einmaliges Ingenieurbauwerk schufen. Seit diesem Tag verrichtet das Hebewerk stetig seinen Dienst, unterbrochen nur von wenigen Betriebspausen für Wartung und Instandhaltung und sehr wenigen unplanmäßigen Betriebsunterbrechungen.“

Doch die Zukunft des „rüstigen Riesen“ ist ungewiss, denn nördlich des bestehenden wird ein neues, größeres Schiffshebewerk errichtet, das voraussichtlich 2014 seine Arbeit aufnehmen soll. Die modernen – sprich größeren – Güterschiffe könnten das vorhandene 75 Jahre alte Hebewerk wegen seiner Abmessungen nicht passieren und somit auf der Strecke zwischen der Ostsee und Berlin nicht verkehren.

Damit bei altersbedingten Störungen oder gar Ausfall des Hebewerks der Verkehr zudem nicht ausfällt, werde als sogenannte Ersatzinvestition ein neues Hebewerk in Niederfinow errichtet. Damit stellt sich wohl auch in Niederfinow wie bereits in Magdeburg-Rothensee (vgl. hier) und in Waltrop-Henrichenburg (Hebewerk II) die Frage nach dem weiteren Erhalt dieser ungewöhnlichen, aber auch kostenintensiven Bauwerke. In Magdeburg und Waltrop ersetzten neue Schleusenanlagen die – jüngeren – Hebewerke.

Daß man sich in Niederfinow für ein neues Hebewerk entscheid, trotz geschätzer Gesamtkosten von einer 285 Mio. Euro, ist sicher auch dem Genius loci geschuldet.Weitere Informationen zu den beiden Bauwerken erhalten Sie auf den Homepages des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde.

Ende 2007 wurde das Schiffshebewerk aus erstes "Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst" von der Bundesingenieurkammer gewürdigt (industrie-kultur-Meldung).

Anläßlich des Jubiläums erschien eine Festschrift:

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Kontakt:
Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost, Gerhart-Hauptmann-Str. 16, 39108 Magdeburg, Telefon 0391 2887-3117, Telefax 0391 2887-3300, Zentrale 0391 2887-0, Telefax 0391 2887-3004, wsd-ost@wsv.bund.de,  www.wsd-ost.wsv.de

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