Waltrop/Bochum: Die ganze Spannbreite der Industriekultur im Vortrag

Dienstag, 10. und 17. Februar 2009, 19.30 Uhr:

Lebensader Ruhr

Zwei Vortragsabende im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk

"Lebensader Ruhr" heißt es zweiteiliger Vortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe an zwei Dienstagen im Februar in sein Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg einlädt. Der von Hans-Georg Rubenschuh konzipierte Vortrag stellt im ersten Teil den auf der Ruhr von der Quelle bis Witten vor; im zweiten Teil geht es weiter bis zur Rheinmündung.Der geschichtsinteressierte Rentner und ehemalige Lokführer Hans-Georg Rubenschuh beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Geschichtedes Ruhrgebietes, seinen Kanälen und Flüssen.

Die Ruhr entspringt imSauerland und mündet nach 235 Kilometern bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein. Ein Streifzug durch das Ruhrgebiet entlang des Flusses, von dem 75 Kilometer schiffbar sind, ist gleichzeitig auch eine Fahrt durch dengrößten industriellen Ballungsraum Europas.

An beiden Abenden stehen nicht nur die industrielle Geschichte und ihreRelikte im Vordergrund, sondern auch die Landschaft des Ruhrtals. "Die Region entwickelt sich immer mehr zu einem touristischen Magneten, und die Ruhr spielte dabei eine besondere Rolle", so Museumsleiter Herbert Niewerth.

Veranstaltungsort:
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg

Am Hebewerk 2, Waltrop

 

Im Rahmen der Vortragsreihe 2008 – 2009 im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum: „Rohstoffe und ihre Märkte – seit 3000 Jahren“:

Dienstag, 10. Februar 2009, 19.00 Uhr

Reimar Seltmann (London, UK),“ Erzschätze der Seidenstraße.“

Prof. Reimar Seltmann vom Center for Russian and Central Eurasian Mineral Studies am Natural History Museum in London wird in seinem Vortrag über den in jüngster Zeit näher erschlossenen ungeheuren Reichtum an Erzlagerstätten in den Ländern Zentralasiens, von Usbekistan über Kasachstan bis in die Mongolei berichten. Diesen Ländern kommt nicht nur wegen ihrer hohen Dichte, sondern auch wegen ihrer reichhaltigen Vorkommen in gewaltigen Dimensionen als Rohstoffquellen der Zukunft hohe Bedeutung zu. Hervorzuheben sind Porphyry Copper- sowie vulkanische Massivlagerstätten mit Kupfer und Gold, die z.T. gigantische Ausmaße erreichen, wie etwa die Goldlagerstätte von Kumtor in Kirgisien. Ein großer Teil dieser Erzlagerstätten ist an den Routen der in der Archäologie bekannten Seidenstraße zu lokalisieren.

Der ungeahnte Reichtum an Erzlagerstätten Zentralasiens rückt durch aktuelle archäologische Forschungen zunehmend in den Vordergrund. (Prä-)historische Erzgewinnung in Zentralasien  ist erst in den letzten Jahren erforscht worden. Ob das Gold der Skythen dort zu suchen ist, kann man keineswegs ausschließen. Im Zusammenhang mit Forschungen zur frühen Metallgewinnung sind die zahlreichen Zinnlagerstätten besonders interessant, die in einem weit ausholenden ost-west-verlaufenden Zinngürtel zu verfolgen sind. Möglicherweise spielen sie in der bronzezeitlichen Zinnversorgung im Vorderen Orient eine bedeutende Rolle.

Die Erzlagerstätten Zentralasiens sind sowohl für moderne, als auch für prähistorische rohstoffpolitische Überlegungen sowie für metallogenetische Aspekte der Lagerstättenkunde von höchstem Interesse.

Deutsches Bergbau-Museum
Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum

Bei beiden Vorträgen ist der Eintritt frei!

Wenn Sie einen Überblick über Vorträge und andere industriekulturelle Angebote in NRW gewinnen wollen oder auch an einem bestimmten Tag noch nichts vorhaben – besuchen Sie die gemeinsame Veranstaltungsdatenbank für NRW über die industrie-kultur-Website

Über Veranstaltungen zur Geschichte im Ruhrgebiet informiert die „Mailingliste“ des „Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher“, abonnierbar unter:

Email: geschichtskultur@hclist.de
Internet: www.geschichtskultur-ruhr.de

Wenn Sie nicht im Ruhrgebiet oder in NRW wohnen: Erste Anlaufstelle ist das Industrie- oder Technikmuseum in Ihrer Nähe!

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