Industriekultur

Magazin für Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte

Lindlar/Engelskirchen, Bergisches Land: Verbundausstellung „Holzwege“ – „Heißes Eisen“

Im Bergischen Land lagen bedeutende Quellen der wirtschaftlichen Entwicklung über und unter der Erde lagen. Die „Holzwege" im Bergischen Freilichtmuseum Lindlar legen einen besonderes Augenmerk auf Holz als bedeutenden und vielseitigen Roh- und Werkstoff. Neben der Ökologie und der Verwendung kommt auch der Raubbau an den Wäldern zur Sprache, ein Phänomen nicht nur der heutigen Zeit. Ebenso wie die entwaldeten Hügel, gehörten bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Bergwerksschächte, Schmieden sowie zahlreiche Hammer- und Hüttenwerke entlang der Wasserläufe zum Landschaftsbild der Region.

Einen Überblick über die Zeit, als noch viele Eisenhämmer im Bergischen Land pochten, erhält man im Oelchenshammer. Anschaulich und spannend lässt sich dort der Weg von den Rohstoffen, über die Arbeitstechniken hin zu den Produkten aus „heißem Eisen" – im wahrsten Sinne des Wortes – begreifen. Weitere Kooperationspartner der „Holzwege" sind der Landesbetrieb Wald und Holz NRW und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

„Holzwege" ist in Lindlar vom 13. September 2008 bis zum 19. April 2009 zu sehen. Bis zum 7. Dezember zeigt das Bergische Freilichtmuseum darüber hinaus die Ausstellung „Zwischenräume: Fachwerkhäuser – damals und heute" der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Die Präsentation „Heißes Eisen" im Oelcheshammer ist bis zum 26. Oktober 2008 zu sehen, dann wieder vom 5. April 2009 bis zum 31. Oktober 2009; geöffnete jeweils am Sonntagnachmittag sowie nach Absprache.

Über zahlreiche Angebote zur Industriekultur in der Region informiert auch die ERIH-Route „Täler der Industriekultur“