Köln/Oberhausen: Fundamente der historischen St. Antony-Hütte erhalten Schutzdach

Der prämierte Vorschlag sieht eine futuristisch anmutende Überdachung vor, die an eine umgekehrte Schale erinnert und nur vier Fundamente im Außenbereich benötigt. Die sehr leicht wirkende Konstruktion soll aus dünnem Stahlblech bestehen und damit einen Bezug zur früheren Produktionsstätte herstellen. Die archäologische Fundstätte wird über Oberlichter im Dach und seitlichen Lichteinfall gut beleuchtet. Die Besucherinnen und Besucher  werden über einen Steg durch die Ausgrabung geführt.

Die von den Archäologen des LVR seit Sommer 2006 durchgeführten Grabungen brachten eine Reihe von Erkenntnissen über den Aufbau der Hochofenanlage. Im Mai 2008 wird das Rheinischen Industriemuseum (RIM) im benachbarten ehemaligen Wohn- und Kontorhaus eine Dauerausstellung mit dem Titel „Wiege der Ruhrindustrie" eröffnen. Das Ensemble St. Antony, bestehend aus der begehbaren Ausgrabungsstätte und neuer Dauerausstellung, wird ein wichtiger Beitrag Oberhausens zum Kulturhauptstadtjahr 2010.

Der Jury gehörten neben dem Vorsitzenden Prof. Dr. Stefan Polónyi, Ingenieur und Tragwerksplaner aus Köln, außerdem an: Horst Schlösser, Architekt, Köln; Prof. Christa Reicher, Architektin und Stadtplanerin, Aachen/Dortmund; Barbara Kaulhausen, Architektin, Leverkusen; Harry Voigtsberger, Dipl.-Ing., Erster Landesrat und Baudezernent des LVR; Milena Karabaic, Kulturdezernentin des LVR; Peter Klunk, Dezernent der Stadt Oberhausen und Lena Popal, Architektin aus Oberhausen.

(Quelle: LVR/RIM)

http://www.lvr.de/lvrressourcen/Presse/03/3281Antony-Ahlbrecht_ScheidtG.JPG

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