Köln-Niehl: Abbruch des alten Heizkraftwerks schreitet voran

Seit im Frühjahr 2005 in unmittelbarer Nachbarschaft der Nachfolger, das HKW Niehl II, fertiggestellt worden war, wurde der Abbruch des Vorgängers vorbereitet. Wie der Betreiber, der Kölner Lokalversorger RheinEnergie, bereits im April 2007 mitteilte, sollte der Bau innerhalb eines Jahres bis auf die Bodenplatte rückgebaut werden.

Das erste Niehler Heizkraftwerk war am 16. Juli 1976 in Betrieb gegangen, nachdem ein Ratsbeschluß im Jahre 1973 den Bau festgelegt hatte. Als kombiniertes Strom- und Fernwärmekraftwerk stellte es einen wichtigen Schritt zur besseren Energieausnutzung dar.

Seinem durch weiss-blauen Anstrich und vertikale Wandgliederungen markant gestalteten Kesselhaus von allein 75 m Höhe war ein zentraler Kamin aufgesetzt, der 180 m Höhe erreichte und damit zu den höchsten Bauten der Stadt gehörte.

Der Abbruch vollzog sich von innen nach aussen; nach der Entkernung des Kesselhauses und dem Abbruch der Nebengebäude wurde der Kamin durch einen aufgesetzten Bagger, den „Betonsspecht“, nach innen abgebrochen. Konventioneller Abbruch oder gar eine Sprengung kamen wegen der umliegenden Fabrik- und Speicheranlagen nicht in Frage.

Der 2005 fertiggestellte Nachfolger, das Heizkraftwerk Niehl II – nach Angaben der Betreiber das modernste Europas – produziert mit Gas- und Dampfturbinen ebenfalls Strom und Fernwärme. Noch nicht entschieden ist über den ebenfalls geplanten Neubau eines Kohlekraftwerks.

HKW_Niehl_Luft450.JPGHeizkraftwerk Niehl II (Foto: RheinEnergie AG)

Neben Niehl betreibt die RheinEnergie moderne Heizkraftwerke in Merkenich, Merheim und am Zugweg in der Kölner Südstadt.

 www.rheinenergie.de

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